Gesund leben

Was macht Knoblauch so gesund?

27.04.2018

Knoblauch zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Er ist gut fürs Herz, kann der Entstehung von Diabetes entgegenwirken und offenbar sogar einigen Krebsarten vorbeugen. Doch das Geheimnis, worauf genau seine gesunde Wirkung beruht, ist noch längst nicht gänzlich gelüftet. Grund ist unter anderem die Vielzahl der Inhaltsstoffe, die in ihm enthalten sind.

Knoblauch ist besonders gesund.
Knoblauch wird nicht nur verwendet, um Speisen ein besonderes Aroma zu verleihen. Auch in der Medizin kommt die Pflanze zum Einsatz.
© Halfpoint - Fotolia.com

Sein typisches Aroma verdankt der Knoblauch Schwefelverbindungen. Die Pflanze nimmt Sulfat aus dem Boden auf und bildet daraus Aminosäuren sowie spezielle Speichermoleküle. Letztere können zu etwa 50 verschiedenen Schwefelverbindungen abgebaut werden, je nachdem, wie der Knoblauch zubereitet und verzehrt wird, berichtet Peter Rose von der University of Nottingham. Gemeinsam mit Kollegen ist Rose in einer Übersichtsarbeit dem aktuellen Kenntnisstand zur gesunden Wirkung des Knoblauchs nachgegangen. Ob er frisch, in kleine Stücke gehackt, in Alkohol eingelegt oder zur Herstellung von Knoblauchöl gepresst wird: Jede Art der Zubereitung führe zu unterschiedlichen Schwefelverbindungen, so die Wissenschaftler. Diese Vielfalt und die Unkenntnis darüber, wie genau die Verbindungen im menschlichen Körper verstoffwechselt werden, mache die Erforschung der Knoblauch-Wirkung so komplex. Es könne zudem erklären, warum viele Studien, die sich mit dem Einfluss von Knoblauch auf die menschliche Gesundheit beschäftigen, zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Besonders interessierten sich Rose und sein Team dafür, wie Schwefelverbindungen die Entstehung von gasförmigen Signalmolekülen wie Stickoxid oder Schwefelwasserstoff beeinflussen. Diese Gase seien wichtig für Prozesse, die das Herz-Kreislauf-System, Entzündungen und neurologische Funktionen beeinflussen, schreiben die Forscher im Fachblatt Trends in Pharmacological Sciences. In Laborversuche hätten bereits gezeigt, dass manche Schwefelverbindungen des Knoblauchs die Produktion dieser Moleküle steigern können. Es daher möglich, dass es sich um einen gängigen Mechanismus handle, über den die Inhaltstoffe von Knoblauch auf den menschlichen Körper wirkten.

HH

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