Risikoprofil Aluminium

 

Aluminium ist nur schwer zu entkommen. Das Metall findet sich in Folien, Kochtöpfen, Getränkedosen, Lebens- und Arzneimitteln. Sogar in Lippenstiften, Zahnpasten, Sonnenschutzmitteln und Antitranspiranzien gegen übermäßiges Schwitzen taucht es auf. Hat das Folgen für die menschliche Gesundheit? In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Juli 2017 gibt Apothekerin Ursula Kindl eine Risikoeinschätzung.

 

Den größten Teil des aufgenommenen Aluminiums scheidet der Körper über die Nieren aus. Der Rest reichert sich im Laufe des Lebens in Lunge, Gehirn und Knochen an. Ob ein Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme und der Entstehung von Alzheimer oder von Brustkrebs besteht, konnte bislang wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Dennoch sollte eine unnötig hohe Belastung des Körpers mit Aluminium und damit eine unnötig hohe Aufnahme des Metalls in den Körper vermieden werden, schreibt Kindl.

 

Antitranspiranzien enthalten oft Aluminiumverbindungen. Ob diese in den Körper gelangen, hängt von ihrer Konzentration und der Häufigkeit der Anwendung ab. Beim Auftragen deshalb darauf achten, dass die Haut nicht verletzt oder frisch rasiert ist. Als Richtlinie gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung an, dass ein Erwachsener pro Woche nicht mehr als ein Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen sollte. Diese Grenze erreichen nur hoch konzentrierte Präparate, die 20 Prozent Aluminiumchlorohydrat enthalten, weiß die Expertin. Doch sie gibt Entwarnung. Zum einen gibt es nur wenige davon auf dem Markt, zum anderen müsste man diese dann intensiv nutzen, um die Grenzwerte zu überschreiten.

 

Außerdem in diesem Heft: Die kleinen Malheure im Alter: Blasenschwäche +++ Satt essen erlaubt +++ Die richtige Behandlung von Rheuma

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"