Diabetes in Zahlen

Die Zuckerkrankheit betrifft viele. Aber wie viele sind es genau? Welche Kosten entstehen durch Diabetes und wie häufig kommen Folgeerkrankungen vor? Die Neue Apotheken Illustrierte vom 15. Mai 2018 hat interessante Zahlen zusammengetragen. 

6,5 Millionen Menschen haben hierzulande Diabetes. Das bedeutet Platz zwei in Europa. Jedes Jahr erkranken rund weitere 500 000 Menschen. Experten gehen außerdem davon aus, dass zwei Millionen Diabetiker von ihrer Krankheit noch gar nichts wissen. 

Dabei weisen 95 Prozent aller Diabetiker laut aktuellem Diabetesbericht einen Typ-2-Diabetes auf. Diese Form tritt in der Regel bei älteren Menschen auf. Viele Betroffene wiegen zu viel und reagieren nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Insulin. Typ-1-Diabetes, der auf eine Autoimmunerkrankung der Bauchspeicheldrüse zurückgeht, und weitere Untertypen gibt es deutlich seltener. Allerdings gehen manche Experten davon aus, dass gerade Diabetes vom Typ-3c unterschätzt wird. Diese Diabetesform entsteht durch eine Erkrankung oder Verletzung der Bauchspeicheldrüse. Sie könnte sogar häufiger vorkommen als Typ-1-Diabetes. 

Jeder zehnte Euro der deutschen Gesundheitsausgaben fließt in die direkten medizinischen Kosten zur Therapie des Typ-2-Diabetes. Insgesamt liegen die Kosten, die mit Diabetes in Zusammenhang stehen, bei 16,1 Milliarden Euro. 

Zwischen zwei bis zehn Prozent der Diabetiker bekommen durch die Erkrankung spezielle Fußprobleme, auch diabetisches Fußsyndrom genannt. Durch nicht korrekte Behandlung kommt es dann im Extremfall zu einer Amputation. Das ist in Deutschland rund 8500 Mal pro Jahr erforderlich. Auch die Augen nehmen durch dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte Schaden. 20 Prozent der Diabetiker weisen schon im Anfangsstadium Netzhautschäden auf. Diese Retinopathie genannte Diabetesfolge sollte dringend behandelt werden, damit das Augenlicht erhalten bleibt. 

Außerdem in diesem Heft: Tipps für Reizdarm-Geplagte +++ Gutes braucht Zeit: Rezeptbelieferung +++ Maßgeschneiderte Hautpflege

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