Notruf: Wie das Smartphone hilft

Ganz klar: 112 ist die Rufnummer, die Hilfe schickt, wenn jemand in Not ist. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass Betroffene oder Zeugen nicht genau sagen können, wo sie sich befinden. Dank Smartphone und moderner Technik findet der Notarzt den Unfallort jedoch trotzdem. Wie das funktioniert, erfahren Leser in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten. 

Alle modernen Smartphones sind heute in der Lage, den eigenen Standort genau zu bestimmen – selbst ohne Zutun des Nutzers. Die Technologie dahinter, die mittlerweile immer mehr Leitstellen in Deutschland nutzen, nennt sich abgekürzt AML (Advanced Mobile Location). Sie löst die reine Funkzellenortung ab, die weniger genaue Positionsdaten liefert. 

Bei AML handelt es sich nicht um eine App, die man erst installieren muss. Es ist bereits in das Betriebssystem der meisten Smartphones integriert. Bei Android ab der Version 4, iPhones sind seit iOS 13.3 dabei. Alle deutschen Mobilfunkanbieter unterstützen AML. Ältere Smartphones und herkömmliche Mobiltelefone können keine Positionsdaten übermitteln. 

Wählt man nun mit dem Smartphone den Notruf, sendet AML innerhalb weniger Sekunden mehrfach automatisch den Aufenthaltsort per Internet oder SMS an einen für ganz Deutschland zentralen AML-Endpunkt-Server. Von dort kann die zuständige Leitstelle die Daten der Notrufe in ihrer Region abrufen. AML nutzt für die Standortbestimmung nicht nur die Funkzellenposition, sondern auch andere in den Smartphones integrierte Funktionen wie WLAN und GPS. Hierdurch können Standortdaten mit einer Genauigkeit von wenigen Metern an die Leitstellen gesendet werden. Das spart kritische Minuten bei der Rettung von Menschenleben. 

Die Datenschützer haben ebenfalls grünes Licht gegeben, denn die Geodaten sind verschlüsselt und werden wie alle anderen Notrufdaten nach einer definierten Zeit gelöscht.  

Außerdem in diesem Heft: Heimische Superfoods +++ Mit Freude in Bewegung kommen +++ Pickel behandeln: Mythen aus dem Netz

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