Arzneimittelausgaben und Steuererklärung

Gesundheitskosten wie Arzneimittelausgaben können Steuern sparen helfen. Darauf macht Berend Groeneveld, Patientenbeauftragter des Deutschen Apotheker Verbandes, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Januar 2018 aufmerksam.

Ausgaben für Arzneimittel dürfen bei der Steuererklärung im jeweiligen Einzelfall als „Außergewöhnliche Belastungen“ gemäß Paragraph 33 des Einkommensteuergesetzes geltend gemacht werden, um das zu besteuernde Jahreseinkommen zu reduzieren. „Infrage kommen sowohl die gesetzlichen Zuzahlungen in Höhe von fünf bis zehn Euro pro rezeptpflichtigem Medikament als auch die Kosten für die rezeptfreie Selbstmedikation, wie Magen- und Erkältungsmittel“, informiert Groeneveld. Zu beachten: Die Gesundheitskosten erkennt das Finanzamt im Einzelfall erst ab dem Überschreiten einer bestimmten Belastungsgrenze an. Sie hängt von Einkommen, Familienstand und Kinderzahl ab.

Viele Apotheken unterstützen ihre Kunden, den Nachweis über die Ausgaben für Arzneimittel zu erbringen, weist Groeneveld auf einen Service seiner Kollegen hin. Wer seine Quittungen und Belege im Laufe des Jahres nicht vollständig gesammelt hat, kann in vielen Fällen die Hilfe seiner Stammapotheke in Anspruch nehmen. Als Inhaber einer Kundenkarte kann nachträglich eine Jahresübersicht ausgedruckt werden. 

Neben dem Zahlungsbeleg muss auch der Nachweis einer medizinischen Notwendigkeit erbracht werden, erinnert Groeneveld. Bei den gesetzlichen Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente ist ein ärztlich ausgestelltes rosa Rezept bereits Voraussetzung für die Arzneimittelabgabe.

Außerdem in diesem Heft: Zahngesundheit tut dem ganzen Körper gut +++ Bewegung bei Minusgraden +++ Tipps für ein gutes Raumklima

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