Arzneiversorgung im Pflegeheim

 

Zum Leistungsspektrum einer öffentlichen Apotheke gehört auch, Pflegeeinrichtungen mit Medikamenten zu versorgen. Wie das konkret aussieht, hat die Neue Apotheken Illustrierte Annette Brinkmann-Lescher von der Apothekerkammer Niedersachsen gefragt. Zu lesen in der aktuellen Ausgabe vom 15. April 2017.

 

In der Regel schließt ein Pflegeheim mit einer Apotheke einen Vertrag über die konkrete Versorgungssituation ab. »Die Heimbewohner oder bei Bedarf ein Bevollmächtigter muss aber eine Erklärung unterschreiben, dass er mit dieser Vereinbarung einverstanden ist. Letztendlich hat jeder Heimbewohner die freie Apothekenwahl«, erklärt Brinkmann-Lescher. »Die Rezepte kommen in der Apotheke an, wo wir sie bearbeiten. Generell beliefern wir täglich die Pflegeheime.«

 

Die Arzneimitteltherapie im Alter ist laut Brinkmann-Lescher etwas Besonderes. Deshalb werden die Medikamente in der Apotheke hinsichtlich Wechselwirkungen, Kontraindikationen und Verträglichkeit noch mal speziell unter die Lupe genommen. »Da haben wir in der Apotheke den großen Vorteil, dass bei uns alles zusammenläuft und wir auch einen guten Überblick über die Selbstmedikation erhalten.«

 

Zusätzlich verschaffen sich die Apotheken im Vertragspartner-Heim einen Überblick, ob die Arzneimittel dort richtig gelagert werden. »Einige Wirkstoffe, wie Insulin, benötigen eine Lagerung im Kühlschrank. Natürlich achten wir auf das Verfallsdatum der Medikamente. Die Verträge legen zudem fest, dass wir das Personal in den Pflegeheimen in Sachen Arzneimittelapplikation regelmäßig schulen.«

 

Außerdem in diesem Heft: Autismus: Leben auf einem anderen Stern +++ Sport, der Kalorienkiller +++ Pflanzliche Hilfe bei akuter Bronchitis

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"