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Metformin ist eins der gängigsten Diabetes-Medikamente.

Das Diabetes-Medikament Metformin wird zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen.
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Metformin richtig einnehmen

Neben Insulin gibt es heutzutage eine Vielzahl von Arzneistoffen, die helfen, den Blutzucker zu senken. Ein Klassiker, das Metformin, ist seit den späten 1950er-Jahren aus der Behandlung des Typ-2-Diabetes nicht wegzudenken. Dieser Arzneistoff überzeugt nach wie vor und hat überschaubare Nebenwirkungen, wenn man bei der Einnahme ein paar Punkte beherzigt.

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Der Arzt verordnet Metformin in Form von Tabletten. Diese stehen in drei verschiedenen Stärken zur Verfügung. Da eine zu große Anfangsdosis Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Übelkeit auslösen kann, beginnt der Arzt üblicherweise mit einer niedrigeren Dosierung, die er dann über zwei Wochen langsam steigert. Die Tabletten nehmen Patienten ein- bis zweimal täglich mit Flüssigkeit zu einer Mahlzeit ein – auf leeren Magen würden sie den Verdauungstrakt ebenfalls stärker belasten.

Gelegentliche Magen-Darm-Beschwerden durch die Einnahme gehen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst zurück. Der Arzneistoff eignet sich jedoch nur für Typ-2-Diabetiker, denn er ersetzt nicht das fehlende Insulin, sondern sorgt dafür, dass das noch vorhandene Hormon besser wirken kann und die Muskelzellen den Zucker schneller aufnehmen. Zugleich hemmt Metformin die Zuckerproduktion in der Leber. In der Summe führt das dazu, dass der Blutzuckerspiegel sinkt.

Daneben hat es zwei entscheidende Vorteile und einen Nachteil: Es verursacht keine Unterzuckerungen, und die Patienten nehmen nicht so stark an Gewicht zu wie bei anderen Diabetes-Medikamenten. Metformin kann jedoch bei zu
hoher Dosierung oder bei bestimmten Begleiterkrankungen den Säurewert des Bluts gefährlich erhöhen. Mediziner nennen diese sehr seltene Nebenwirkung Laktatazidose.

Wer die Anweisungen des Arztes oder der Packungsbeilage einhält, minimiert dieses Risiko jedoch. Falls doch einmal zu viel Metformin eingenommen wurde, ist umgehend der Arzt zu informieren.

Apotheker Rüdiger Freund

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