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Nicht jeder Diabetiker muss seinen Blutzucker häufig testen.

Wie oft ein Diabetiker Blutzucker messen muss, hängt von der Art der Therapie ab.
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Wie oft Zuckertesten reicht

Ein Diabetiker benötigt 50 Blutzucker-Teststreifen pro Quartal, ein anderer 1000. In beiden Fällen legt der Arzt fest, wie oft gemessen wird. Der ausschlaggebende Grund für Unterschiede in der Zahl der verordneten Teststreifen liegt in der Art der Therapie.

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Diät

Bei reiner Diät reicht es, einmal wöchentlich zwei Stunden nach dem Essen den Blutzucker zu messen.

Insulin

Bei der Zwei-Spritzen-Therapie – einmal morgens, einmal abends – misst der Patient nüchtern vor dem Frühstück und je zwei Stunden nach dem Frühstück und dem Abendessen. Bei der intensivierten Insulintherapie und der Insulinpumpentherapie misst der Patient vor jeder Hauptmahlzeit und vor dem Zubettgehen. Schwanken die Werte, empfiehlt es sich, zusätzlich je zwei Stunden nach dem Frühstück und Mittagessen zu messen. Insulin ist in der Schwangerschaft die Therapie der Wahl.

Medikamente zum Einnehmen

Werden Diabetes-Medikamente geschluckt, so ist es sinnvoll, einmal wöchentlich ein Blutzucker-Tagesprofil zu erstellen. Hierfür bestimmt der Patient die Werte nüchtern vor dem Frühstück, zwei Stunden nach jeder Hauptmahlzeit und vor dem Zubettgehen. Außerdem misst er jeden zweiten Tag zwei Stunden nach dem Frühstück.

Medikamente zum Einnehmen und lang wirksames Insulin

Wird zusätzlich lang wirksames Insulin verwendet, ist es ratsam, neben einem wöchentlichen Tagesprofil täglich nüchtern vor dem Frühstück sowie zwei Stunden nach diesem zu messen.

Wie bei jeder Regel gibt es auch hier Umstände, unter denen eine Abweichung vom üblichen Vorgehen ratsam ist. Häufigeres Messen empfiehlt sich bei Alkoholkonsum, intensiver sportlicher Aktivität oder einem Infekt. Nach überstandener Unterzuckerung ist das Risiko für eine erneute erhöht. In dieser Situation behält der Patient den Zuckerspiegel am besten genauer im Blick. Falls Fragen bezüglich des Messens aufkommen, stehen Ihnen ihr Arzt oder Apotheker gerne mit Rat und Tat beiseite.

Automatische Mess-Systeme erleichtern Patienten, die oft messen müssen, das Leben. Die kontinuierliche Glukosemessung misst dauerhaft, warnt vor Über- und vor Unter -zuckerungen und erstellt Blutzuckerverläufe. Das sogenannte "Flash Glucose Monitoring System" besteht aus einem auf dem Oberarm aufgebrachten Sender. Mittels Scannen mit Hilfe des dazu gehörigen Lese gerätes wird auf Abruf gemessen und zusätzlich angezeigt, ob die Werte steigen oder fallen. Da inzwischen einige Krankenkassen die Kosten für diese Systeme übernehmen, lohnt es sich, seine Krankenkasse dies bezüglich anzusprechen.

AW

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