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Sich selbst Insulin zu spritzen, kann anfangs eine Herausforderung sein.

Sich selbst Insulin zu spritzen, kann anfangs eine Herausforderung sein. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran, sagt ein Experte.
© nensuria/iStockphoto

Insulin: Keine Angst vorm Spritzen!

Es gibt heutzutage viele Therapiemöglichkeiten, um den Blutzucker bei Diabetes unter Kontrolle zu bringen. Während früher oft relativ bald Insulin eingesetzt wurde, lässt sich dies heute länger hinauszögern. Warum man keine Angst
vorm Spritzen haben muss, erklärt Psychologe Professor Dr. Bernhard Kulzer
vom Diabetes-Zentrum Mergentheim.

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Haben viele Menschen Angst vorm Insulinspritzen?

Kulzer: Wer mit einer Insulintherapie konfrontiert wird, äußert oft als allererstes Bedenken vorm Spritzen. Wirkliche Angst vor der Spritze haben aber höchstens ein bis zwei Prozent aller Menschen mit Diabetes. Die anderen teilen zumindest die Vorstellung, dass das unangenehm sein könnte. Man möchte sich verständlicherweise ungern in den Bauch spritzen.

Wie lassen sich diese Bedenken überwinden?

Kulzer: Eine gute Möglichkeit ist es, wenn man einfach die Erfahrung macht. Dann merken die meisten: "Mensch, die Nadel ist ja so dünn und klein. Das Spritzen tut gar nicht weh." Man muss es einfach mal ausprobieren. Die Nadel eines Insulinpens ist ja auch nicht zu vergleichen mit einer Spritze beispielsweise bei der Blutabnahme.

Und das klappt tatsächlich?

Kulzer: Ja. Wir haben eine Untersuchung dazu gemacht. Die Bedenken vor dem Spritzen waren vor der Therapie sehr hoch. Nach drei Monaten waren diese kaum mehr da. Allerdings beschäftigt die Menschen dann mehr ihr Gewicht, das bei der Insulintherapie tatsächlich schwerer zu halten ist.

KFL

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