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Typ-2-Diabetikern mangelt es häufiger an Magnesium.

Diabetikern mangelt es öfter an Magnesium als Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel.
© Manuel Schäfer - Fotolia

Magnesium für alle Fälle

Kaum ein Vitalstoff hat einen so positiven Einfluss auf Diabetes wie Magnesium. Warum das Mineral so wichtig ist und wie viel man braucht.

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Magnesium hat viele Aufgaben im Körper: Es wird für die Energiegewinnung in den Zellen benötigt und beeinflusst die Arbeit von Nerven und Muskeln. Zudem ist es für die Knochen wichtig. Magnesiummangel äußert sich mitunter durch Krämpfe, es kann aber auch zu Muskelschwäche oder Funktionsstörungen des Herzens kommen. Laut Studien haben bis zu 50 Prozent der Diabetiker zu niedrige Magnesiumwerte im Blut. Grund dafür ist, dass über die Nieren mehr Magnesium ausgeschieden wird als bei Stoffwechselgesunden.

Das bringt es

Besonders für Zuckerkranke lohnt sich eine gute Versorgung mit Magnesium, da sie eine verminderte Insulinresistenz aufweisen. Der Mineralstoff sorgt zum einen dafür, dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produziert. Zum anderen reagieren die Zellen wieder besser als zuvor auf Insulin. Studien zeigen, dass ein Plus an Magnesium sowohl den Wert des Nüchternblutzuckers als auch den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) positiv beeinflusst.

Aber damit nicht genug. Auch gegen die Langzeitschäden, die die Zuckerkrankheit oft mit sich bringt, hilft Magnesium. Menschen mit ausreichend hohen Magnesiumspiegeln leiden seltener an koronaren Herzerkrankungen. Ebenso verhält es sich bei diabetischen Augenleiden wie der Retinopathie: Wer gut mit Magnesium versorgt ist, bekommt laut einer zusammenfassenden Analyse mehrerer Studien seltener solche Netzhautveränderungen oder sie sind weniger stark ausgeprägt. Auch bei Depressionen, mit welchen Diabetiker häufiger zu kämpfen haben, gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang. Menschen, die wenig Magnesium im Blut haben, leiden häufiger darunter als jene mit guten Werten.

Plus für Diabetiker

Normalerweise versorgt eine ausgewogene Ernährung ausreichend mit Magnesium. Eine zusätzliche Zufuhr mithilfe von Magnesium-Präparaten ist in manchen Situationen wie etwa bei nachgewiesenem Magnesiummangel sinnvoll, besonders bei Diabetikern. Magnesiumsalze sind in unterschiedlichen Darreichungsformen wie Brausetabletten, Kapseln oder Pulver erhältlich.
Organische Magnesiumsalze wie Magnesiumcitrat nimmt der Körper in der Regel besonders gut auf. Studien zeigen zudem, dass der Körper mehrere Einzeldosen am Tag besser verwertet als eine hohe einmalige Dosis. Ihr Apotheker berät Sie gern.

Dann fehlt es

Im Grunde lohnt es sich für alle Diabetiker, auf ausreichend Magnesium zu achten. Der Arzt kann gezielt untersuchen, ob ein Magnesiummangel vorliegt. Die Magnesiumkonzentration im Blutserum gibt erste wichtige Hinweise: Normal sind dabei Werte von 0,76 bis 1,1 Millimol pro Liter (mmol/l). Doch selbst wenn die Werte in diesem Bereich liegen, kann ein Mangel nicht ganz ausgeschlossen werden. Denn der Körper gleicht zu niedrige Magnesiumspiegel relativ leicht aus, indem er den Mineralstoff kurzfristig aus den Knochen mobilisiert. Dadurch steigen die Blutwerte. Der Arzt muss deshalb auch andere Symptome berücksichtigen, die auf einen Magnesiummangel hinweisen. Dazu gehören Muskelkrämpfe,

Verspannungen, Nervosität, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen. Auch verschiedene Medikamente wie Abführmittel, Entwässerungstabletten (Diuretika) oder Antibiotika können eine Unterversorgung begünstigen. Schwangerschaft, Bluthochdruck oder regelmäßiger Alkoholkonsum gehen ebenfalls oft mit Magnesiummangel einher.

Darin steckt es

Bei bestehendem Magnesiummangel empfiehlt der Arzt, Magnesium in Form von Ergänzungsprodukten aufzunehmen (siehe Kasten unten). Aber auch die richtige Lebensmittelauswahl verbessert die Versorgung. In diesen pflanzlichen Lebensmitteln steckt besonders viel des Mineralstoffs: Nüsse, Bitterschokolade, Haferflocken, Bohnen, Erbsen und Vollkornprodukte. Hierzulande tragen auch alkoholfreie Getränke wie Tee oder Mineralwasser zu einer guten Magnesiumversorgung bei.

Tierische Lebensmittel wie Milch oder Fleisch bieten zwar nicht besondersvviel davon, der Mineralstoff ist aber daraus sehr gut verfügbar.

Diplom-Oecotrophologin Katrin Faßnacht-Lee

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