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Fluorid stärkt die Zähne und sollte in einer Zahnpasta nicht fehlen.

Fluoride stärken den Zahnschmelz und schützen große wie kleine Zähne vor Karies.
© Monkey Business - Fotolia

Kleine Zahnpastakunde

Fluorid, Aufheller oder Geschmacksstoffe: In einer Zahnpasta kann so einiges stecken, das die Zähne sauber und den Atem frisch halten soll. Ein Überblick über die wichtigsten Inhaltsstoffe.

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Fluorid

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung fordert, dass jede Zahnpasta dieses Spurenelement enthalten soll. Fluorid macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säuren. Es braucht nur über die Zahnpasta auf die Zähne zu gelangen, damit sie gestärkt werden. Die zunehmende Verbreitung fluoridhaltiger Zahnpasten hat dazu beigetragen, Karies bei Kindern und Jugendlichen zurückzudrängen. Eine Beratung beim Zahnarzt hilft, diese Vorsorge richtig durchzuführen und dabei eine übermäßige Zufuhr von Fluorid über Quellen wie Fluoridtabletten, verschluckte Zahnpasta sowie fluoridiertes Speisesalz zu vermeiden. Diese könnte sonst auf Dauer zu Verfärbungen der Zähne und einer Veränderung der Knochenstrucktur führen. Wichtig ist daher auch die Auswahl geeigneter Kinderzahnpasten mit passendem, nicht zu hohem Fluoridgehalt.

So gelangen Streifen in die Zahnpasta

Das Geheimnis bildet ein Röhrchen, das die Tubenöffnung ins Innere der Tube verlängert, ähnlich wie ein kurzer, dicker Strohhalm. Am Ansatz zur Tubenöffnung hat das Röhrchen ringsherum mehrere kleine Löcher. Nun wird die Tube in zwei Schritten bei bereits aufgeschraubtem Deckel von hinten befüllt. Bei einer weißen Zahnpasta mit farbigen Streifen wird zuerst eine kleinere Menge farbiger Paste ganz vorn platziert – außen um das Röhrchen herum. Den Rest der Tube füllt der Hersteller mit der weißen Paste und verschließt sie dann. Schraubt man nun den Deckel ab und drückt auf die Tube, gleitet die weiße Paste durch das Innere des Röhrchens Richtung Ausgang. Gleichzeitig strömt die farbige Paste durch die kleinen Löcher von der Seite in das Röhrchen und legt sich so in Streifen auf den weißen Pastenstrang. Die Steifen dienen lediglich der Optik. Der Reinigungseffekt unterscheidet sich nicht von dem einfarbiger Produkte.

Abrasive (schmirgelnde) Teilchen

Sie sorgen für die gute Putzwirkung. Zahnpasten für empfindliche Zähne enthalten meistens weniger "Schleifmittel", bei sogenannten Weißmacher-Zahncremes finden sich eher mehr. Sie enthalten obendrein gröbere Schleifkörper als gewöhnliche Cremes sowie chemische Zusätze. Diese Cremes entfernen oberflächliche Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Nikotin oft besser als herkömmliche Zahnpasta. Aber sie tragen nicht nur Beläge stärker ab, sondern greifen mitunter auch den Zahnschmelz an. Zahnärzte empfehlen besonders Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen, auf diese Weißmacher zu verzichten. Wirklich dauerhaft aufhellen lassen sich die Zähne dadurch ohnehin nicht. Zudem besteht das Risiko, dass die Schleifmittel in Kombination mit kraftaufwändigem Schrubben die harte Zahnsubstanz schädigen. Folge: Das relativ dunkle Zahnbein, fachsprachlich Dentin, schimmert durch. Der gewünschte Effekt möglichst weißer Zähne verkehrt sich ins Gegenteil. Eine ungefähre Einschätzung, wie stark Zahnpasten "schmirgeln", liefert der sogenannte RDA-Wert. Idealerweise liegt er zwischen 35 und 50, etwas stärker reinigen Pasten bis 70. Pasten mit höheren RDA-Werten eignen sich nicht so gut für den Dauergebrauch, wegen der bereits beschriebenen zu hohen Abtragwirkung.

Schäumende Stoffe

Der Schaum, den die Zahnpasta bildet, fängt Essensreste ein. Dadurch lassen sie sich besser entfernen. Schäumende Stoffe unterstützen somit die Reinigungswirkung und verkürzen die Reinigungszeit.

Medizinische Zusätze

Viele Zahnpasten enthalten weitere Substanzen, die helfen, dass Entzündungen am Zahnfleisch abheilen oder die Erkrankungen vorbeugen. Einige Cremes beinhalten zudem Zusätze, die die Entstehung von neuem Zahnbelag bremsen können. Manche Zahnpasten enthalten zudem Kräuterzusätze, die gereiztes Zahnfleisch beruhigen und Entzündungen entgegenwirken sollen.

Geschmacksstoffe

Viele Erwachsene mögen Aromastoffe wie Minze, die für einen frischen Atem sorgen. Kinder finden diese oft zu scharf. Sie bevorzugen mildere Produkte, zum Beispiel mit Fruchtgeschmack.

Peter Erik Felzer

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