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Eisenmangel kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen.

Wer trotz ausreichend Schlaf oft müde und abgeschlagen ist, könnte zu wenig Eisen im Blut haben.
© tommaso79/iStockphoto

Das weist auf Eisenmangel hin

"Du siehst aber blass aus" oder "Du wirkst so schlapp". Diese Sätze bekommt mancher zu hören, der unter Eisenmangel leidet. Doch auch andere, weniger typische Zeichen können darauf hindeuten.

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Wie ein Murmeltier
Bis zu neun Monate im Jahr schlafen die niedlichen Alpenbewohner. Das würde am liebsten auch mancher tun, der unter Eisenmangel leidet. Das Spurenelement gilt als ein wichtiger Baustein für den Blutfarbstoff Hämoglobin. Dieser sorgt für den Sauerstoff transport zu den Köperzellen. Fehlt Eisen, mangelt es an Sauerstoff, weshalb man sich oft schlapp, müde und antriebslos fühlt.

Zum Haare raufen
Rapunzel litt garantiert nicht unter Eisenmangel. Ihre Haare strotzten nur so vor Gesundheit und Kraft. Spröde, leicht brechende oder gar vermehrt ausfallende Haare deuten dagegen auf eine Unterversorgung hin. Denn auch Haare benötigen Eisen. Grund: Bei einem Mangel konzentriert sich der Körper darauf, die lebenswichtigen Organe und Körperfunktionen ausreichend mit dem Spurenelement zu versorgen. Und das geht auf Kosten von Randgebieten wie den Haaren.

Plötzlich ein "Bleichgesicht"
Wie bereits erwähnt, fehlt es dem Körper bei Eisenmangel am roten Blutfarbstoff . Betroffene wirken daher häufig blasser oder bleicher als sonst. Am besten zeigt sich das an der Mundschleimhaut, da die Haut hier besonders dünn ist.

Nicht nur Blässe
Der Wandel vom mediterranen Typ zu Schneewittchen gilt nicht als einziges Zeichen der Haut bei einem Eisenmangel. Erste Warnzeichen: eingerissene Mundwinkel, trockene Haut und auch brüchige Nägel.

Zu cooler Typ
Die Heizung darf gar nicht heiß genug laufen, während andere schon längst ins Schwitzen geraten? Da Eisenmangel den Sauerstofftransport negativ beeinflusst, arbeiten die Körperzellen mit gedrosselter Leistung. Damit produzieren sie auch weniger Wärme. Besonders auffällig: kalte Hände und Füße.

Immer vergesslicher
Hat man den Herd ausgemacht? Wie lautet noch mal die Telefonnummer der Schwiegereltern? Nicht immer steckt eine beginnende Demenz dahinter. Eisen sorgt dafür, dass genügend Sauerstoff und Energie zum Gehirn gelangt. Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche können die Folge sein.

Schlechte Laune
Eisen unterstützt den Körper dabei, den Stoff Myelin zu bilden, der die Nervenzellen stabilisiert. Außerdem zählt Eisen zu den Bausteinen eines Enzyms, mit dem der Organismus Dopamin herstellt, einen wichtigen Teil des Belohnungssystems. Und auch beim Glückshormon Serotonin mischt das Spurenelement mit. Kein Wunder, dass bei Eisenmangel manchmal die Stimmung leidet.

Unruhige Beine
Beim Restless-Legs-Syndrom handelt es sich um eine Krankheit, bei der es zu einem unnatürlichen Bewegungsdrang der Beine, aber auch zu Kribbeln und Schmerzen kommt. Häufig so stark, dass sie nicht zur Ruhe kommen können. Studien zeigen, dass niedrige Eisenspeicher ein Restless-Legs-Syndrom verstärken können.

Auf eine gute Eisenversorgung achten
Wer den Verdacht auf einen Eisenmangel hat, sollte bei seinem Hausarzt einen entsprechenden Test machen. Liegt ein Mangel vor, kann der Arzt ein Eisenpräparat aus der Apotheke empfehlen oder sogar verordnen.

Peter Erik Felzer

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