Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 1. Dezember 2017 5 Lebensmittel für ein langes Leben

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Diese Lebensmittel sind besonders gesund.

Getränke wie Kaffee und Kamillentee sollen Studien zufolge das Leben verlängern.
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5 Lebensmittel für ein langes Leben

Ein gesundes, langes Leben: Das steht auf dem Wunschzettel der meisten Menschen ganz oben. Dass wir dafür bei der Gestaltung unseres Speiseplans selbst etwas tun können, belegen verschiedene Studien aus der ganzen Welt.

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Vollkornprodukte und Ballaststoffe

Gute Nachrichten für Müsli- und Vollkorn-Fans: Wer viele Ballaststoffe aus Getreide und Vollkorn isst, erhöht damit die Chancen, länger zu leben. Zu diesem Schluss kommen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie. Das Risiko, im Beobachtungszeitraum von 14 Jahren zu sterben, lag für Teilnehmer, die täglich etwa 34 Gramm Vollkorn pro tausend aufgenommene Kilokalorien verzehrten, um 17 Prozent niedriger als für jene, die nur knapp vier Gramm zu sich nahmen. Eine ähn liche Tendenz zeigt sich für den Verzehr von Ballaststoffen aus Getreide. Wer jeden Tag etwa zehn Gramm davon pro tausend aufgenommene Kilokalorien aß, hatte im Vergleich zu jenen, die nur etwa zwei Gramm konsumierten, ein 19 Prozent niedrigeres Risiko für einen vorzeitigen Tod.

Herzgesunde Nüsse

Nüsse sind zwar kalorienreich, aber trotzdem gesund: In einer Studie aus den Niederlanden lebten Teilnehmer, die täglich mindestens zehn Gramm Nüsse aßen, länger und erkrankten seltener an Parkinson, Alzheimer, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden als Nuss-Abstinenzler. Diese Menge entspricht ungefähr einer halben Hand voll Nüssen. Der positive Effekt trat sowohl bei Baumnüssen als auch bei Erdnüssen auf, die unterirdisch heranwachsen. Die Forscher vermuten, dass verschiedene Inhaltsstoffe für die Wirkung verantwortlich sein könnten: So enthalten Nüsse einfach sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren,
unterschiedliche Vitamine und Ballaststoffe.

Kaffee und Kamillentee

Tee oder Kaffee – an dieser Frage scheiden sich die Geister, zumindest am Frühstückstisch. Was die Gesundheit betrifft, können beide Getränke punkten. So belegt eine Studie aus den USA, dass tägliches Kaffeetrinken das Risiko senkt, vorzeitig an den Folgen einer Krankheit zu sterben. Dies zeigte sich sowohl für normalen als auch für entkoffeinierten Kaffee und erstreckte sich auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson und Typ-2-Diabetes, jedoch nicht auf Krebs.

Den Effekt von Kamillentee hatten Wissenschaftler der University of Texas untersucht. Dabei zeigte sich, dass Frauen, die Kamillentee tranken, ein geringeres Risiko hatten, im Untersuchungszeitraum von sieben Jahren zu sterben. Die Gefahr, egal aus welcher Ursache aus dem Leben zu scheiden, lag bei ihnen unabhängig von der Ursache um fast ein Drittel niedriger.

Scharfe Gewürze

Wer gern scharf isst, darf sich freuen: Speisen mit Chilis, Cayennepfeffer und Co. zu verfeinern, soll einer Studie aus China zufolge das Leben verlängern. Für die Studie protokollierten die Forscher sieben Jahre lang die Essgewohnheiten von knapp einer halben Million Chinesen. Das Ergebnis: Studienteilnehmer, die ein- bis zweimal pro Woche scharfe Mahlzeiten aßen, hatten ein um zehn Prozent geringeres Risiko, innerhalb des Beobachtungszeitraums zu sterben, als nicht
so scharfe Speisen bevorzugende Menschen. Verantwortlich dafür könnte der Chili-Scharfmacher Capsaicin sein, dem schon lange eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird.

Machen Sie es wie die Mittelmeerbewohner

Auf die Mischung kommt es an: Eine US-Studie zeigt, dass eine mediterrane Ernährung zu einem längeren Leben verhelfen könnte. Die Wissenschaftler hatten für die Studie bestimmte Lebensmittel mit der Länge von sogenannten Telomeren in Verbindung gesetzt. Das sind die Endstücke der riesigen Nukleinsäure-Ketten im Zellkern, die die menschliche Erbsubstanz enthalten. Während kürzere Telomere mit einer geringeren Lebenserwartung in Zusammenhang stehen, gelten längere Telomere als Hinweis auf Langlebigkeit. Die Studie ergab, dass bei Frauen, die Mittelmeerkost aßen, die Telomere länger waren. Typisch für die Mittelmeer küche sind viel Gemüse, Obst, Nüsse, Fisch und Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen. Milchprodukte, Fleisch und gesättigte Fettsäuren kommen dagegen seltener auf den Tisch.

Natascha Koch

Zur Info: Was man bei den hier genannten und anderen, ähnlich angelegten Studien zur Wirkung der Ernährung berücksichtigen muss ist, dass sie in der Regel rückblickend statistische Zusammenhänge zwischen bestimmten Ernährungsweisen und der Lebensdauer oder Gesundheit aufzeigen. Solche Beobachtungsstudien lassen keinen zwingenden Rückschluss auf Ursache und Wirkung zu. Es ist nicht auszuschließen, dass sich auch andere Faktoren positiv oder negativ auf die Lebensdauer auswirkten. Die Forscher untersuchten die Ernährungsweise bei vielen Arbeiten zudem nur während eines gewissen Zeitraums. Ob sich die Teilnehmer schon vor Studienbeginn in besonderer Weise ernährt hatten, bleibt dabei offen.

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