Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 1. Dezember 2019 Hautpflege: Die besten Tipps für den Winter

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Im Winter braucht unsere Haut besonders reichhaltige Pflege.

Lieber einmal zu viel eincremen als zu wenig: Im Winter ist unsere Haut oft besonders trocken und braucht mehr Pflege als im Sommer.
© Ridofranz/iStockphoto

Hautpflege: Die besten Tipps für den Winter

Eisige Kälte draußen, trockene Heizungsluft drinnen: Die kalte Jahreszeit strapaziert unsere Haut. Mit der richtigen Pflege lässt sich die gerade im Winter so stark beanspruchte Schutzhülle unseres Körpers beruhigen.

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"Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, neigen viele Menschen zu trockener Haut. Grund dafür ist, dass die Luft dann oft nur noch wenig Wasser transportiert und sehr trocken ist", erklärt Dermatologe Dr. med. Dirk Meyer-Rogge aus Karlsruhe. Die Heizungsluft in Wohn- und Büroräumen trägt ihr Übriges dazu bei. Die Folge: Die Schutzhülle unseres Körpers trocknet zunehmend aus. Das trifft vor allem Patienten, die unter Hauterkrankungen wie Neurodermitis leiden und das ganze Jahr eine eher trockene Haut haben. Gleiches gilt für ältere Menschen, deren Haut ebenfalls zu Trockenheit neigt. Aber auch Personen mit einem unempfindlichen Hauttyp, die normalerweise keine Probleme haben, brauchen im Winter verstärkt feuchtigkeitsbindende Pflege.

Die richtigen Produkte wählen

So, wie wir zwischen einer Sommer- und einer Wintergarderobe wechseln, hat auch unsere Haut zu beiden Jahreszeiten unterschiedliche Bedürfnisse. Trockene Haut benötigt Zubereitungen, die den Mangel an Feuchtigkeit und vor allem Fett ausgleichen. Das gelingt zum Beispiel mit Omega-Fettsäuren, Mandel-, Nachtkerzen- oder Jojobaöl. "Ich empfehle vor allem Zubereitungen, die zusätzlich Harnstoff (Urea) enthalten. Dieser Inhaltsstoff erhöht die Speicherfähigkeit für Feuchtigkeit, ohne dass die Creme dadurch noch fetthaltiger wird", sagt Meyer Rogge. Auf Peelings, Gesichtsbürsten und alkoholhaltige Gesichtswässer verzichtet man im Winter besser, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen.

Konsequent cremen

Wer zu trockener Haut neigt, tut gut daran, sie jeden Tag einzucremen. "Im Winter muss man unter Umständen die Frequenz erhöhen. Wer sich sonst einmal am Tag eincremt, cremt jetzt zwei Mal", rät Meyer-Rogge. Mitunter empfiehlt es sich, eine spezielle Creme für die Nacht zu verwenden, die noch reichhaltiger als die Tagespflege ist.

Duschöle verwenden

Heißes Wasser trocknet die Haut zusätzlich aus und entzieht ihr Feuchtigkeit und Fett. "Je kürzer und kälter man duscht, desto besser. Aber verständlicherweise möchten viele Menschen gerade im Winter nicht auf eine heiße Dusche verzichten", weiß der Experte. Der Dermatologe empfiehlt, im Winter Duschöl anstelle von Duschgel zu verwenden. Es wirkt rückfettend und pflegt so die Haut.

Haare richtig ausspülen

"Shampoo entzieht der Haut Fett. Die Haare also am besten kopfüber ausspülen, damit das Shampoo nicht über den ganzen Körper läuft", so Meyer-Rogge. Nicht vergessen: Nach der Dusche den Körper mit einer Öl-in-Wasser-Emulsion eincremen.

An den Sonnenschutz denken

Im flachen Land benötigt man im Winter keinen Sonnenschutz. Anders sieht es aus, wenn man etwa zum Skifahren oder Wandern in die Berge fährt. "Pro 1000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um etwa 20 Prozent zu", warnt Meyer-Rogge. Hier darf also ausreichender Sonnenschutz nicht fehlen.

Die Lippen nicht vergessen

Die zarte Haut der Lippen ist besonders verletzlich. Spezielle Pflegestifte, zum Beispiel mit Panthenol oder Sheabutter, schützen vor dem Austrocknen und werden am besten mehrmals täglich aufgetragen. Meyer-Rogge: "Wer im Winter Urlaub in den Bergen macht, sollte unbedingt einen Pflegestift mit Sonnenschutz einpacken. Ich empfehle Lichtschutzfaktor 50."

Dem Experten zufolge hat die Zahl der Fälle von Hautkrebs an den Lippen in den vergangenen Jahren zugenommen. Das Tückische: Klassische Symptome eines Sonnenbrands gibt es nicht, wenn man sich die Lippenhaut verbrennt. Haben sie zu viel Sonne abbekommen, sind sie laut Meyer-Rogge oft besonders trocken. Starke UV-Strahlung lasse bei anfälligen Patienten zudem häufig Lippenherpes aufblühen.

Natascha Koch

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