Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 1. Januar 2017 Erkältung: Wann muss mein Kind zum Arzt?

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Bei einigen Symptomen sollte ein Kind in jedem Fall zum Arzt.

Bei gewissen Symptomen sollten Eltern ihr Kind von einem Arzt untersuchen lassen.
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Mi. 14. Dezember 2016

Erkältung: Wann muss mein Kind zum Arzt?

Kinder sind häufig krank. Für Eltern gilt es zu erkennen, wann die Grenzen der eigenen "Heilkunst" erreicht sind. Dann ist es Zeit, mit dem Sprössling den Kinderarzt aufzusuchen.

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Manche Eltern haben das Gefühl, dass ihre Kinder den Winter über ständig erkältet sind. Ein Infekt löst fast nahtlos den nächsten ab. Das mag zwar für die Eltern und die betroffenen Kinder belastend sein, ist aber kein Grund zu größerer Sorge. Meist ist dabei kein Besuch in der Arztpraxis nötig, bei dem man im Wartezimmer noch vielen weiteren Krankheitserregern ausgesetzt ist. Damit die Kleinen eine Erkältung gut überstehen, gibt es in der Apotheke für Kinder geeignete Mittel gegen die häufigsten Symptome.

Was gegen die häufigsten Beschwerden hilft

Schnupfen: Nasensprays mit Salzlösung befeuchten die Nasenschleimhaut und erleichtern die Atmung. Abschwellend wirkende Nasentropfen in niedrigen Konzentrationen befreien eine verstopfte Nase. Diese sollte man jedoch nicht länger als eine Woche am Stück verwenden.

Halsschmerzen: Hier hilft es, den Rachen feucht zu halten. Genug Flüssigkeit und Lutschpastillen mit Salbei oder Salz unterstützen das. Lutschtabletten mit schmerzstillenden Wirkstoffen wie Benzocain oder Lidocain lindern die Probleme bei älteren Kindern.

Husten: Bei Reizhusten gilt Ähnliches wie bei Halsschmerzen. Befeuchtet man die angegriffenen Schleimhäute in Hals und Rachen, nimmt der Hustenreiz ab. Pflanzliche Präparate mit Eibischwurzel oder Isländisch Moos verstärken diesen Effekt, denn sie bilden eine schützende Schleimschicht im Hals. Rezeptfreie Tropfen mit dem synthetischen, den Hustenreiz lindernden Wirkstoff Pentoxyverin sind für Kinder ab zwei Jahren zugelassen.

Bildet sich vermehrt Schleim, erleichtern Präparate mit Thymian, Efeu, Primel oder Kapland-Pelargonie das Abhusten. Auch Einreibungen und Inhalationen eignen sich. Allerdings können bei Säuglingen und Kleinkindern Menthol oder Kampfer Atemnot auslösen. In der Apotheke sind daher spezielle Präparate für kleine Kinder erhältlich.

Fieber: Dass Kinder bei einem Infekt Fieber bekommen, ist an der Tagesordnung. Dann ist es wichtig, dass das Kind ausreichend trinkt. Fieber lässt sich mit Wadenwickeln, Paracetamol oder Ibuprofen senken. Acetylsalicylsäure ist dagegen für Kinder nicht geeignet. Leichtes Fieber muss an sich nicht gesenkt werden, wenn die Eltern das Kind im Auge haben und auf Veränderungen der Temperatur reagieren können. Fieber trägt dazu bei, dass das Immunsystem die Infektion effektiv bekämpfen kann.

Zum Arzt bringen Eltern ihr Kind auf jeden Fall, wenn...

  • das Fieber über 39 Grad Celsius steigt,
  • das Fieber länger als drei Tage anhält (bei Säuglingen schon früher),
  • das Kind teilnahmslos wirkt,
  • sich bei Halsschmerzen eitrige Beläge im Rachen oder auf den Mandeln zeigen,
  • Husten mit gelb-grünem Auswurf einhergeht oder länger als 14 Tage anhält,
  • das Kind beim Husten Kopfschmerzen im Bereich des Gesichtes hat – das spricht für eine Entzündung der Nasennebenhöhlen,
  • starke Ohrenschmerzen auftreten.

Der Arzt kann in all diesen Fällen abklären, ob eine bakterielle Infektion vorliegt, gegen die ein Antibiotikum nötig ist, oder ob der Infekt von allein ausheilt.

Apotheker Rüdiger Freund

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