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Es lohnt sich, auf Haushaltszucker zu verzichten.

Wer es schafft, Zucker in der Ernährung zu reduzieren, wird seltener von Heißhungerattacken geplagt.
© Heather Schwartz. Unsplash

Schluss mit der "Zuckersucht"

Zucker macht süchtig. Davon ist Bloggerin und Gesundheitswissenschaftlerin Hannah Frey überzeugt. Wie sie von dem weißen Stoff losgekommen ist und was sie motiviert, erklärt sie im Interview.

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Waren Sie wirklich süchtig nach Zucker?

Frey: Ja. Ich hatte immer ein starkes Verlangen nach Zucker. Im Prinzip hatte ich ständigen Heißhunger auf Süßes und nach Süßigkeiten.

Und heute ist das nicht mehr so?

Frey: Das hat sich komplett gegeben. Das meiste ist mir tatsächlich einfach zu süß – wie etwa ein Stück Kuchen im Café. Mein Geschmacksempfinden hat sich einfach enorm verändert, und vieles, das ich früher gerne mochte, kann ich heute gar nicht mehr essen.

Wie haben Sie es geschafft, von dem süßen Stoff loszukommen?

Frey: Ich habe angefangen, fast alles selbst zu kochen, da in Fertiggerichten viel versteckter Zucker steckt. Und ich habe aufgehört, Süßigkeiten zu essen und nach Alternativen gesucht. Das ging nicht von heute auf morgen. Bei mir war die Fastenzeit vor einigen Jahren ausschlaggebend. Da habe ich mich zurückbesonnen, dass wir früher in der Familie auch immer mal auf etwas verzichtet haben. Und vor sechs Jahren dachte ich, das versuche ich jetzt noch mal. Das war für mich der Einstieg in eine zuckerreduzierte Ernährung.

Also verzichten Sie nicht komplett auf Zucker?

Frey: Genau. Mir geht es in erster Linie um Haushaltszucker. Ich greife bei Bedarf zu anderen Süßungsmitteln. Dabei verteufle ich den Zucker nicht total. Aber ich achte darauf, dass es nicht so oft vorkommt, dass ich ihn verwende. Wenn es dann Ausnahmen gibt, ist das für mich vollkommen okay.

Sie haben Zuckeralternativen angesprochen. Sind Ahornsirup oder Honig denn gesünder?

Frey: Letztendlich bleibt Zucker natürlich Zucker. Aber Alternativen sind oft naturbelassener und enthalten noch ein paar mehr Nährstoffe. Ich versuche, generell so wenig wie möglich Süße zu nutzen. In einen Kuchen gebe ich beispielsweise nur 20 Gramm Kokosblütenzucker. In normalen Rezepten sind ja meist bis zu 200 Gramm Zucker enthalten.

Hannah Frey

Hannah Frey ist Autorin des Buches "Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge". Sie begleitet zur Fastenzeit ab Anfang März wieder die "Zuckerfrei-Challenge" auf ihrem Blog www.projekt-gesund-leben.de.

Sie haben das Buch "Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge" geschrieben. Wie funktioniert das Projekt?

Frey: Es geht um eine 40 Tage-Challenge, die in zwei Phasen unterteilt ist. Die erste Phase dauert 30 Tage. Da wird wirklich auf Süßungsmittel jeder Art verzichtet. In den letzten zehn Tagen kann man diese Lebensmittel dann wieder langsam und in Maßen einführen. Das Ganze soll keine kurzfristige Diät sein, sondern ein Einstieg in die zuckerreduzierte Ernährung.

Welche positiven Effekte kann der Zuckerverzicht haben?

Frey: Ich habe im Gegensatz zu früher kein Mittagstief mehr und fühle mich einfach viel energiegeladener. Außerdem ist meine Haut reiner geworden und ich habe ein paar Kilos verloren. Ebenfalls positiv: Die Heißhungerattacken sind verschwunden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Katrin Faßnacht-Lee.

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