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Mit einer echten Grippe ist nicht zu spaßen.

Mit einer echten Grippe ist nicht zu spaßen: Jetzt sind Bettruhe, viel trinken und schonen angesagt.
© Subbotina Anna - Fotolia

Die 5 Tops und Flops bei Grippe

Januar – die Grippewelle erreicht meist jetzt in Deutschland ihren Höhepunkt. Was lässt sich tun, wenn es einen erwischt hat? Und was vermeidet man besser?

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Top 1: Impfen lassen!
Am besten bekommt man eine Grippe erst gar nicht. Deshalb empfiehlt sich eine Impfung, vor allem wenn man zu den sogenannten Risikogruppen gehört. Laut der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts zählen dazu Personen über 60 Jahre, chronisch kranke Menschen und medizinisches Personal.

Top 2: Zum Arzt gehen!
Eine Grippe darf man nicht unterschätzen. Sie schwächt den Körper sehr, so dass Viren, aber auch Bakterien zu einer Lungenentzündung führen können. Deswegen einen Arzt hinzuziehen, wenn hohes Fieber drei Tage oder länger anhält oder Atemnot und Schmerzen in der Brust auftreten.

Top 3: Sich schonen!
Bei der Therapie einer Grippe stehen Bettruhe und Schonung an erster Stelle, um den Genesungsprozess zu unterstützen und andere nicht anzustecken.

Top 4: Symptome bekämpfen!
Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen senken Fieber, verringern Kopfschmerzen und unterdrücken Hals- und Muskelschmerzen. Auch schleimlösende Hustenmittel, Hustendämpfer oder Mittel gegen Halsschmerzen dürfen bei Bedarf zum Einsatz kommen. Rechtzeitig eingenommen, verkürzen verschreibungspflichtige Neuraminidasehemmer die Infektionszeit.

Top 5: Trinken, trinken und nochmals trinken!
Am besten warme Getränke wie Kamillen-, Ingwer-, Lindenblüten-, Spitzwegerich- oder Holunderblütentee aus der Apotheke trinken. Als bewährtes Hausmittel gilt außerdem Hühnersuppe.

Flop 1: Antibiotika einnehmen!
Diese Medikamentengruppe richtet gegen Grippeerreger leider nichts aus. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und nicht gegen Viren. Ausnahme: Infolge einer Grippe tritt zusätzlich noch ein bakterieller Infekt auf. Dies muss aber ein Arzt feststellen.

Flop 2: Sport treiben!
Sport gilt allgemein als gesund. Doch wer während oder nach einer Grippe zu früh und intensiv joggt, aufs Fahrrad steigt oder ins Fitness-Studio geht, riskiert eine Herzmuskelentzündung. Mit dieser ist nicht zu spaßen. Wer sich danach fühlt, darf nach einem Influenza-Infekt mit kleinen Spaziergängen an der frischen Luft beginnen.

Flop 3: Fieber schnell senken!
Wenn der Körper Grippeviren bekämpft, setzt er Botenstoffe frei, die die Körpertemperatur erhöhen. Eigentlich eine wünschenswerte Reaktion. Das Fieber beschleunigt Stoffwechselvorgänge, was die Abwehrreaktion des Körpers unterstützt. Also nicht zu schnell zu fiebersenkenden Maßnahmen greifen.

Flop 4: Auf dem Trockenen sitzen!
Den Schleimhäuten der Atemwege macht trockene Heizungsluft ganz schön zu schaffen. Schalen mit Wasser auf der Heizung oder Luftbefeuchter sorgen für ein gesünderes Raumklima. Und natürlich regelmäßig lüften!

Flop 5: Auf Kuschelkurs gehen!
Natürlich tut menschliche Zuneigung auch Grippekranken gut. Doch wer sich infiziert hat, sollte zu engen Körperkontakt vermeiden und gegebenenfalls in einem separaten Raum schlafen. Dies verhindert, andere anzustecken.

Peter Erik Felzer

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