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Frau mit langen, grauen Haaren schaut in die Kamera

Hinter gelegentlichem Lidzucken stecken meist Stress, Übermüdung oder Magnesiummangel.
© auremar - Fotolia

Wie Lidzucken entsteht

Manche Körpersymptome wie etwa ein zuckendes Augenlid sind beunruhigend, doch oft gibt es eine harmlose Erklärung dafür.

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Das sagt der Experte Dr. Jörg Inzelmann, Facharzt für Innere Medizin aus Hamburg:

Das Augenlid ist besonders anfällig für nervöses Flattern. Aber keine Angst: Schwere neurologische Erkrankungen sind selten schuld daran. Meistens stecken Stress, Übermüdung oder Magnesiummangel dahinter. Der Mineralstoff regelt An- und Entspannung der Muskeln. Ein Mangel kann durch einseitige Ernährung, Alkohol, starkes Schwitzen oder Medikamente entstehen, wie bei der Antibabypille oder Abführmitteln. Manchmal steckt auch eine Schilddrüsen-Überfunktion dahinter.

Was tun? Erste Hilfe:

Ziehen Sie das Oberlid für eine Minute zur Augenbraue hin. In manchen Fällen hilft das schon. Ansonsten können Sie natürliche Magnesiumspender wie Vollkornbrot, Milch, Geflügel, Fisch, Gemüse und Obst essen. Ein hoch dosiertes Magnesiumpräparat aus der Apotheke kann auch helfen, ist jedoch nur vorübergehend sinnvoll. Grund: Ein Zuviel an Magnesium kann zu Störungen im Mineralstoffhaushalt führen. Normalerweise scheidet der gesunde Körper überschüssiges Magnesium wieder aus. Aber bei manchen Menschen kann es sich im Körper ansammeln, etwa bei einer herabgesetzten Nierenfunktion. Das kann unerwünschte Wirkungen haben, Übelkeit und Erbrechen beispielsweise. Vorbeugend sollten Sie alles vermeiden, was Sie nervös macht. Setzen Sie lieber verstärkt auf Erholungspausen und Entspannungstechniken wie Yoga, Tai-Chi oder Progressive Muskelentspannung.

Wann zum Arzt?

Wenn das Zucken über mehrere Wochen immer wieder auftritt, es beim Augenlid zu einem Dauerkrampf kommt und sich das Auge nicht mehr öffnen lässt, ist der Gang zum Arzt sinnvoll.

Narimaan Nikbakht

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