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Katzenschnurren beruhigt und nimmt schlechte Stimmung.

In „Katzen-Cafés“ dürfen sich die Vierbeiner zwischen den Gästen frei bewegen.
© nalinratphi - Fotolia

Schnurren zum Kaffee

Tierischer Trend aus Japan: Schnurrende Katzen sorgen in Cafés für Entspannung. Auch Andrea Kollmorgen (50) hat in Berlin ein Kuschel-Lokal mit Katzen eröffnet.

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Die Idee kam Andrea Kollmorgen, als sie arbeitslos wurde. Die frühere Labormitarbeiterin sah einen Fernsehbericht über Katzencafés – einen Trend, der aus Japan stammt und schon in Wien und München Nachahmer fand. Wer zu Hause keine Katze halten darf, braucht dank der Streichel-Lokale nicht mehr auf tierische Gesellschaft zu verzichten.

Vor Ort kann jeder Kaffee, Kuchen, Flammkuchen oder ein Katerfrühstück genießen, sich an den Vierbeinern erfreuen und ihnen übers Fell streicheln oder mit ihnen spielen. "Ich war sofort begeistert von der Idee", sagt Betreiberin Kollmorgen. Vor zwei Jahren eröffnete sie in Berlin ihr "Pee Pee's Katzencafé". Die Atmosphäre ist charmant: Die Gäste sitzen auf weiß lackierten Möbeln im Shabby-Chic-Stil und entspannen sich. Derweil streifen die beiden Kater Pelle und Caruso gelassen umher und kommen immer mal
wieder zu den Gästen, um sich liebevoll den Nacken kraulen zu lassen.

"Der Kontakt mit Katzen ist das Beste für gestresste Großstädter. Ein Tier zu streicheln, senkt nachweislich den Blutdruck. Und allein der Anblick einer schlafenden Katze wirkt auf viele schon beruhigend", weiß Kollmorgen. Auf diese Weise können Gäste eine Weile der Hektik entkommen. Doch uneigennützig sind die Mini-Tiger nicht, denn auch sie profitieren von dem
Schmusekonzept: "Streicheln ist das Highlight im Katzen-Verwöhnprogramm", so Kollmorgen.

Die Katzen durften erst mit Genehmigung der Behörden ins Café. Hier fühlen sie sich sichtlich wohl und werden geschätzt. Das war nicht immer so: Das vierbeinige Duo wurde vor zwei Jahren in einem Pappkarton ausgesetzt und vom Verein »Katzen in Not« aufgenommen, bevor Kollmorgen sie in ihr neues Zuhause holte. "Natürlich dürfen sie sich jederzeit in ihren Ruheraum
zurückziehen", sagt ihre Besitzerin. In dem Extrazimmer befinden sich neben Körbchen und Toilette auch ihre Wasser- und Futternäpfe. Sie werden nicht die einzigen Katzen in der Gastronomie bleiben. Gemütliche Mußestunden mit Katzen im Café: Das wird auch hierzulande immer mehr Anhänger finden.

Narimaan Nikbakht

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