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In Deutschland gibt es einige Krippenwanderwege.

Der Brauch, zu Weihnachten Krippen aufzustellen, wird von vielen Familien gepflegt.
© juanrvelasco - Fotolia

Krippenwanderwege

Vor allem in Süddeutschland pflegt man die Tradition, in der Weihnachtszeit zu Hause eine Krippe aufzustellen. Immer mehr Orte haben außerdem Wege eingerichtet, auf denen sich viele Exponate betrachten lassen. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt einige davon vor.

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Hätte man sich ja fast denken können, dass der weltweit längste Krippenweg unweit des Schreines der Heiligen Drei Könige liegt! Vor 21 Jahren begannen die Kölner, mit dieser besonderen Tour durch die Dom-Metropole. Im gesamten Stadtraum kann man große oder kleine Krippen bewundern. In städtischen und kirchlichen Institutionen, in zahlreichen Geschäfts­räumen, auf den Weihnachtsmärkten und an Verkehrsknotenpunkten warten über 120 Exponate darauf, entdeckt zu werden.

Die Organisatoren bieten ein reich bebildertes Begleitheft an. Zudem gibt es zahlreiche Führungen, auch speziell für Kinder und Familien sowie mit Gebärden-Dolmetschern.

Krippen zum Mitnehmen

Immerhin ein Drittel der Anzahl der rheinischen Exponate hat auch Bamberg zu bieten. Historische Krippen, aber auch moderne, örtliche und solche aus aller Welt finden sich in der fränkischen Stadt. Bei einer Führung lernt man sie besonders gut kennen. Entdeckertouren auf eigene Faust unterstützt ein jährlich neu aufgelegter Prospekt. Seit 16 Jahren erfreut zudem ein Krippenmuseum die Besucher. Und wer eine Erinnerung für zu Hause sucht: Der kleine Laden »Zeuch und War« im Bereich der Museumskasse verkauft neue, aber auch historische Krippen.

Es muss nicht gleich eine größere Stadt sein. Eugen Balduf und Edeltraut Kötter gestalten im nordhessischen Ronshausen in diesem Jahr bereits zum siebten Mal den Krippenweg. Er beinhaltet mehr als 50 Stationen mit fast zweihundert Krippen. Sie wurden von Profis, aber auch von Menschen aus nah und fern in Heimarbeit oder in Krippenbaukursen liebevoll hergestellt. Zu den Stationen zählen die Barockkirche, Gaststätten, Geschäfte, Hauseingänge, Höfe und Fenster der Anwohner des Weges. Die drei Kilometer lange Tour beginnt und endet beim Haus des Gastes.

Idyllischer Winterspaziergang

Idyllisch geht es im Wiedtal zu, das mitten im Naturpark Rhein-Westerwald zwischen Westerwald-Steig und Rheinsteig liegt. Zu einem Winterspaziergang lädt der "Kleine Krippenweg" über zwei Kilometer am Wiedufer entlang und durch den romantischen Fachwerk-Ort Waldbreitbach ein. Einer der Höhepunkte: die weltweit größte Naturwurzelkrippe in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Wie in Ronshausen lassen sich an vielen Ecken, in Privatgärten und in den Schaufenstern der Geschäfte tolle Krippen bewundern. Wem das nicht reicht, der besucht im Anschluss noch das Internationale Krippen- und Bibelmuseum von Krippenbaumeister Gustel Hertling. Mehr als 2 400 Exponate aus 100 Ländern gibt es dort zu sehen.

Wiege der Krippenkultur

Als Wiege der Krippenkultur nördlich der Alpen bezeichnet sich Ingolstadt. Die zweitgrößte Stadt Oberbayerns lädt die Besucher bereits zum 19. Mal zu mehr als 30 Stationen in der Altstadt und den umliegenden Gemeinden ein. Das Herz des Krippenweges schlägt wie jedes Jahr in der Spitalkirche am Rathausplatz. Dort werden vor allem Krippen aus Ingolstadt und der Region ausgestellt, darunter kostbare Stücke aus dem Kloster Gnadenthal.

In der Linkliste finden Sie weitere Informationen über die sechs genannten Krippenwege.

Peter Erik Felzer

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