Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2017 1. November 2017 Gesundheitsmythen: Schlechter Schlaf von Sonntag auf Montag

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Viele Menschen schlafen in der Nacht von Sonntag auf Montag schlechter.

Wer seinen Schlafrhythmus am Wochenende stark verändert, hat Sonntags mitunter Probleme mit dem Einschlafen.
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Gesundheitsmythen: Schlechter Schlaf von Sonntag auf Montag

Mythos oder Realität? Schläft man in der Nacht von Sonntag auf Montag tatsächlich immer schlechter? Erfahren Sie hierzu mehr im 1. Teil der Serie "Gesundheitsmythen".

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Hilfe aus der Apotheke

Eine Hilfe, um ruhiger und damit weniger anfällig für Schlafprobleme zu sein, sind pflanzliche Präparate aus der Apotheke mit Extrakten aus Baldrian, Passionsblume, Hopfen, Melisse oder Lavendel. Nicht als Dauerlösung, aber als Hilfe, wenn man phasenweise schlecht schläft, können auch synthetische Mittel wie Diphenhydramin oder Doxylamin eingenommen werden. Entsprechende Präparate gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Dort sollte man sich zur Anwendung und zu möglichen Wechsel- und Nebenwirkungen gut beraten lassen. So ist es hilfreich, die Wirkstoffe rechtzeitig vor dem Schlafengehen zu nehmen, damit sie nicht zu weit in den Morgen hinein wirken.

Schenkt man den zahlreichen Umfragen Glauben, die zu dieser Frage bereits durchgeführt wurden, gibt es nur eine Antwort: Ja, in der Nacht von Sonntag auf Montag schlafen viele Menschen schlechter als in anderen Nächten. Zwar täuschen sich viele Betroffene bei der Beurteilung ihres Schlafes und haben keinen so sehr gestörten Schlaf wie sie meinen. Doch dass sie in der Nacht vor dem Wochenstart mitunter etwas schlechter schlafen, ist plausibel erklärbar.

Zum einen beginnt für viele die Arbeitswoche bereits am Sonntagabend -
zumindest im Kopf. Was steht kommende Woche an? Welche unerledigten Dinge erwarten mich? Statt das entspannte Wochenende Revue passieren zu lassen und in den Schlaf zu gleiten, liegen Millionen Arbeitnehmer wach und wälzen Gedanken. Und das erschwert das Einschlafen ungemein. Theoretisch betrifft das zwar jeden Abend vor einem Arbeitstag. Aber nach den unbeschwerten Tagen am Wochenende ist der Kontrast vor dem Wochenstart stärker.

Zum anderen sorgt bei vielen der verschobene Rhythmus am Wochenende für schlechten Schlaf in der Nacht zum Montag. Endlich ausschlafen heißt es am Wochenende bei vielen. Wer sich aber am Sonntag erst am Vormittag aus dem Bett schält, ist zur gewöhnlichen Zu-Bett-Geh-Zeit, wie man sie in der Arbeitswoche hat, einfach noch nicht müde genug. Mediziner sprechen von mangelndem Schlafdruck. In der Folge schläft man am Sonntagabend erst später ein, muss aber am Montagmorgen dennoch früh raus und kommt somit nicht auf die ausreichende Menge Schlaf. Unter der Woche dagegen gibt es dieses programmierte Schlafdefizit nicht.

Mit diesen Tipps schläft man auch von Sonntag auf Montag wieder besser:

Apotheker Fabian Henkel

  • Auch am Wochenende regelmäßige Schlafzeiten einhalten und möglichst nicht zu spät zu Bett gehen.
  • Am Sonntag bereits einige Zeit vor dem Schlafenlegen die kommende Woche planen.

Apotheker Fabian Henkel

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