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Nicht alle Heilpflanzen sind für Schwangere geeignet.

Mit gewissen Medikamenten ist während der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Eine alternative können pflanzliche Präparate sein.
© albert schleich - Fotolia

Schwangerschaft und Heilpflanzen

Heilpflanzen helfen bei unterschiedlichen Beschwerden. Ihre Anwendung kann zuweilen aber auch problematisch sein. Was für Schwangere natürliche Hilfe ist und wobei es Probleme geben kann, erfahren Sie hier.

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Magen-Darm-Probleme:

Bei Erbrechen helfen Melisse, Pfefferminz, Kamille und Ingwer. Pfefferminztee kann aber zum Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre führen, was Sodbrennen verursacht. Auch hier lindert Kamille die Beschwerden. Verstopfungen werden durch Leinsamen, Flohsamen oder Flohsamenschalen vermindert.

Achtung: Meiden Sie Anthranoid enthaltende Pflanzen wie Sennes, Aloe, Faulbaum, Kreuzdorn und Rhabarber, da sie durch Anregen der Gebärmuttermuskulatur Wehen fördern können.

Herz-Kreislauf-System und Psyche:

Mögliche Wassereinlagerungen kann man mit Zubereitungen von Löwenzahn, Schachtelhalm, Birke, Brennnessel und Hauhechel ausschwemmen. Baldrian und Hopfen mindern Schlafprobleme. Und auch Schwangere dürfen Präparate mit Johanniskraut-Extrakt einnehmen, falls sie leichte bis mittelschwere Depressionen haben. Betroffene sollten dazu aber Rücksprache mit dem Arzt halten.

Äußerliche Anwendung zur Damm- und Hautpflege:

Das Rotöl des Johanniskrauts dient der Dammmassage und -schnittpflege, für die sich auch Kamille, Hamamelis und Eichenrinde eignen. Sitzbäder mit Hamamelis- und Eichenrindenextrakt wirken außerdem bei Hämorrhoiden. Ringelblumenöl soll bei trockener Haut und Schwangerschaftsstreifen helfen.

Hilfe bei Blasenentzündungen:

Neben den gängigen Tees, wie denen zum Durchspülen bei Blasenentzündungen, empfehlen auch Hebammen oft spezielle Zubereitungen. Teemischungen werden auf Wunsch in Ihrer Apotheke für Sie hergestellt. Grüner und schwarzer Tee enthält Koffein. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sind 200 Milligramm Koffein über den Tag verteilt unbedenklich. Durch größere Mengen kann das Geburtsgewicht sinken und das Fehlgeburtsrisiko steigen.

Probleme mit Pflanzeninhaltsstoffen:

Pyrrolizidin-Alkaloide sind leberschädigend. Sie findet man zum Beispiel in HuflattichChinin zu Fehlbildungen. Schwangeren wird es nur bei Malaria empfohlen.

Mönchspfeffer senkt den in der Schwangerschaft erhöhten Spiegel des Hormons Prolaktin, das den Eisprung unterdrückt und die Brustdrüsenentwicklung fördert. Süßholz und Lakritz erhöhen den Blutdruck durch Blockade des Cortisol-Abbaus und sollten gemieden werden. Bei derartigen Hormonbeeinflussungen ist generell Vorsicht geboten, da der Effekt auf das Ungeborene meist schlecht untersucht ist.

Besprechen Sie außerdem vor der Anwendung von Präparaten mit ätherischen Ölen aus Pflanzen mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob die Präparate für Schwangere geeignet sind. Grundsätzlich sind Ärzte und Apotheker die besten Ansprechpartner, wenn Fragen oder Unsicherheiten wegen Heilpflanzen und synthetischen Arzneimitteln in der Schwangerschaft bestehen, oder später dann beim Säugling und Kind.

Auch für pflanzliche Arzneimittel gilt: Das Befolgen der Einnahme-Empfehlungen von Arzt oder Apotheker schützt das Ungeborene. Bevorzugen sollten Schwangere nachweislich für sie ungefährliche Arzneimittel, meiden sollten sie Alkohol enthaltende Präparate.

AW

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