Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2017 15. April 2017 Die richtigen Arzneiformen für Kinder

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Kinder tun sich oft schwer damit, ihre Medizin zu nehmen.

Nicht immer nehmen die Jüngsten ihre Medikamente ohne jeden Widerwillen.
© MAK - Fotolia

Mo. 10. April 2017

Die richtigen Arzneiformen für Kinder

Die Medizin schmeckt nicht und Tropfen landen überall, nur nicht dort, wo sie hinsollen. Bei Erbrechen kann die Wirkung von Geschlucktem, bei Durchfall die von Zäpfchen ausbleiben. Durch folgende Tricks funktioniert es auch beim Nachwuchs mit den Medikamenten.

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Arzneimittel zum Einnehmen

Schmeckt das Medikament schlecht, hilft das Mischen mit Lebensmitteln. Bei Kindern beliebt: Marmelade oder Apfelmus. Fragen Sie jedoch zuvor Ihren Apotheker, da man nicht jeden Arzneistoff mit Nahrung mischen darf. Achten Sie auf die benötigte Menge: Verteilen Sie die Dosis nicht über ein ganzes Brot, wenn Ihr Kind nur ein halbes isst. Suchen Sie bei Bedarf nach einer Alternative: Gibt es den Arzneistoff mit Geschmacksverbesserern, überzogen oder als Zäpfchen?

Zerkleinern und anschließendes Auflösen erleichtern die Einnahme. Halten Sie auch hier immer Rücksprache mit der Apotheke. Manche Tabletten besitzen einen vor Licht, Sauerstoff, Luftfeuchtigkeit oder Magensäure schützenden Überzug. Durch Zerkleinern geht der Schutz und unter Umständen die Wirkung verloren. Bei anderen reguliert der Überzug die Freisetzung des Wirkstoffs. Wenn sich dieser direkt statt über längere Zeit freisetzt, kann es zur Überdosierung kommen.

Zäpfchen

Bereiten Sie Ihr seitlich mit angewinkeltem Bein liegendes Kind auf das Kommende vor. Das Zäpfchen mit Wasser anfeuchten und mit dem stumpfen Ende voran einführen. Das fördert das Hineinund erschwert das Herausrutschen. Letzteres wird auch durch Zusammendrücken der Pobacken verhindert.

Arzneimittel für Auge, Ohr und Nase

Kinder empfinden das Eintropfen der Arznei als unangenehm, manche haben sogar Angst davor. Beruhigung ist deshalb wichtig. Bringen Sie die Zubereitungen auf Körpertemperatur, damit das Kind nicht erschrickt und waschen Sie sich vor Anwendung die Hände.

Auge

Der Kopf des Kindes liegt im Nacken. Ziehen Sie das untere Augenlid hinunter und geben Sie einen Tropfen in die entstandene Tasche. Durch kurzes Geschlossenhalten verteilt sich der Tropfen gut auf dem Auge. Verhindern Sie frühzeitiges Abfließen des Wirkstoffs, indem Sie eine Minute auf den innenliegenden Augenwinkel drücken.

Nase

Das Eintropfen oder -sprühen erfolgt nach dem Putzen der Nase. Für optimale Wirkung liegt das Kind zum Eintropfen am besten mit in den Nacken fallendem Kopf auf dem Rücken. Bei Sprays sitzt oder steht es mit leicht nach vorn geneigtem Kopf.

Ohr

Zur Anwendung von Ohrentropfen liegt Ihr Kind seitlich. Ziehen Sie das Ohr zum Öffnen des Ohrenkanals zurück und bei bis zu Dreijährigen nach unten, sonst nach oben. Wer nach dem Eintropfen auf das Ohr drückt, fördert das Hineinlaufen. Am besten danach das Kind noch etwas liegen lassen, um das Herauslaufen zu verhindern.

Pharmazeutin Alexandra Wittig

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