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Kürbis schnitzen zu Halloween: Das hat mittlerweile auch in Deutschland Tradition.

Zu Halloween einen Kürbis auszuhöhlen und aufzustellen, ist mittlerweile auch in Deutschland eine beliebte Tradition.
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Mo. 01. Oktober 2018

Kürbis schnitzen: So geht es richtig

Kürbisse mit gruseligen Gesichtern dürfen zu Halloween auf keinen Fall fehlen. Mit dem richtigen Kürbis und ein bisschen Werkzeug gelingt das Aushöhlen und Schnitzen kinderleicht.

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Kürbisse gibt es in allen möglichen Formen und Farben. Sage und schreibe über 800 verschiedene Arten sollen es sein. Zum Schnitzen eignen sich am besten große Kürbisse mit einer dünnen, harten Schale. Eine klassische Sorte zu Halloween: der "Jack O’Lantern"-Kürbis. Er verdankt seinen Namen einer irischen Legende. Er punktet in Sachen Größe, besitzt eine orange Farbe und wiegt mindestens drei Kilogramm. Aber auch andere Sorten eignen sich als Schnitz-Kürbis: Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Kürbis stabil steht und noch einen langen Stiel besitzt.

Schritt 1

Bevor es losgeht, legen Sie Zeitungs- oder Küchenpapier auf dem Arbeitsplatz aus und wischen Sie den Kürbis mit einem feuchten Lappen ab. Als erstes den Deckel am Stumpf des Kürbisses ausschneiden. Zeichnen Sie den Umriss des Deckels – gerade oder in Zick-Zack-Linien – am besten vorher mit dem Stift auf. Das erleichtert anschließend das Ausschneiden. Lassen Sie den Stiel unbedingt stehen: Dieser dient später als Griff, wenn man das Teelicht im Inneren des Kürbisses auswechselt.

Schritt 2

Jetzt geht es dem Fruchtfleisch an den Kragen: Das lose Fleisch lässt sich gut mit den Händen entfernen, für die Innenwände des Kürbisses benutzen Sie am besten einen scharfkantigen Löffel. Wer mag, kann die Kerne aus dem Fruchtfleisch sortieren und später im Ofen rösten. Aus dem Fruchtfleisch lässt sich, je nach Sorte, zum Beispiel eine leckere Suppe zubereiten.

Schritt 3

Im nächsten Schritt geht es um Kreativität: Malen Sie mit einem abwaschbaren Stift die Konturen des Gesichts auf den Kürbis. Tipp: Mit einem Schmutzradierer lässt sich die Farbe in den meisten Fällen wieder abwischen, wenn man sich vermalt hat. Wer nicht freihändig zeichnen möchte, bastelt sich vorher einfach eine Schablone. Alternativ gibt es im Internet viele Vorlagen zum Ausdrucken. Anschließend das Gesicht entlang der Linien mit einem feinen, scharfen Messer ausschneiden. Lassen Sie Kinder mit dem Schnitzwerkzeug nicht unbeaufsichtigt arbeiten.

Schritt 4

Ein ausgehöhlter Kürbis hält sich nicht ewig. Für möglichst lange Freude die Schnittkanten und das Innere des Kürbisses mit einem Küchentuch trocken reiben. Anschließend die Schnittkanten dünn mit Vaseline einreiben oder den Kürbis von innen wie außen mit Acryllack aus dem Baumarkt einsprühen. Anschließend stellen Sie die Kerze in den Kürbis und legen den Deckel wieder darauf. Fertig!

Übrigens:

Der Brauch, zu Halloween beleuchtete Kürbisse aufzustellen, stammt ursprünglich aus Irland. Einer keltischen Legende nach war der Teufel am Tag vor Allerheiligen, dem 31. Oktober, unterwegs, um nach neuen Seelen zu suchen. In einer Kneipe traf er den Bösewicht Jack Oldfield, der dem Teufel seine Seele im Tausch für einen letzten Drink anbot.

Durch eine List fing Oldfield den Teufel ein und ließ ihn erst wieder frei, als dieser ihm versprach, ihn niemals in die Hölle zu schicken. Nach seinem Tod bat Oldfield am Himmelstor vergebens um Einlass, und auch am Höllentor wurde er wegen seines Paktes mit dem Teufel abgewiesen. Aus Mitleid schenkte ihm der Teufel eine Rübe und eine glühende Kohle, mit der er fortan durch das Dunkel wanderte. Im 19. Jahrhundert kam der Brauch mit der Einwanderung der Iren nach Amerika. Da es hier aber nur wenige Rüben gab, nahmen sie ausgehöhlte Kürbisse und steckten Kerzen hinein, die die glühende Möhre von Jack nachahmen und böse Geister abschrecken sollten. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Noch heute trägt der klassische altgoldfarbene Gartenkürbis, der sich prima zum Aushöhlen und Schnitzen eignet, diesen Namen.

Natascha Koch

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