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Auch im Frühling ist Sonnenschutz wichtig.

Nach einem langen Winter ist die Haut keine Sonne mehr gewohnt. Daher ist Sonnenschutz im Frühling genauso wichtig wie im Sommer.
© Amir Kaljikovic - Fotolia

Sonnenschutz: Jetzt schon?

Je blasser die Haut, desto empfindlicher reagiert sie in der Regel auf die Sonne. Das gilt vor allem nach dem Winter. Jetzt steigt die Gefahr für einen Sonnenbrand. Deswegen heißt es, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen und mit Sonnenschutz zu versorgen.

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Nach dem langen Winter freuen sich viele Menschen über die warmen Frühlingstage und die Sonnenstrahlen. Doch man darf die Sonne nicht ohne eine gewisse Vorsicht genießen. Da die Haut nach dem Winter nur wenig Eigenschutz besitzt, reagiert sie besonders anfällig für die UV-Strahlung. Sonnenbrand kann die Folge der ersten Sonnenbäder im Frühjahr sein.

Kräftige Frühjahrssonne

"Im April ist die Sonne genauso stark und schädlich wie im August. Die empfindliche Winterhaut sollte unbedingt mit einer Sonnenschutzlotion eingecremt werden", empfiehlt Dr. Frank Meiß, Oberarzt in der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg. "Wir raten grundsätzlich zu einem hohen UV-A- und UV-B-Lichtschutzfaktor, zum Beispiel 30." Einmal entstandene Hautschäden können nicht rückgängig gemacht werden. Zudem führen die Folgeschäden nach Jahren sogar zu Hautkrebs, heißt es in einer Pressemitteilung
der Klinik.

Jeder Sonnenbrand bedeutet Hautschäden. Auch wenn die Rötung nach einigen Tagen verblasst, verändert sich mitunter bereits das Erbgut der Hautzellen. Kommt es auf Grund von mangelndem Sonnenschutz immer wieder zu Sonnenschäden, können sich langfristig die geschädigten Zellen zu Tumoren entwickeln. "Schwarzer Hautkrebs kann tödlich sein, das ist vielen nicht bewusst", mahnt Meiß.

Medikamente und Sonne

Einige Arzneimittel können die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern. Mögliche Folge: Rötungen, Blasen oder Pigmentstörungen. Wer Medikamente einnimmt und merkt, dass die Haut empfindlicher auf Licht reagiert als gewohnt, sollte den Apotheker darüber informieren. Die Reaktion auf Licht kann sofort nach der Einnahme oder erst verzögert nach einigen Tagen auftreten.

Medikamente mit dem wasserausschwemmenden Arzneistoff Hydrochlorothiazid gehören zu den häufigsten Auslösern für diese Hautreaktionen. Sie steigern die Lichtempfindlichkeit zwar nur mäßig, werden aber sehr oft verordnet. Weiterhin können einige Antibiotika, Schmerzmittel, Arzneimittel gegen Epilepsie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Malaria diese unerwünschte Wirkung haben. Das gilt auch für Johanniskraut-Extrakte gegen depressive Verstimmungen.

Vorbeugen können Patienten, wenn sie – nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker – ihre Medikamente abends einnehmen. Auch hilfreich: das Sonnenlicht in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden und ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen UV-A-Schutz zu benutzen.

Auch Kinderhaut schützen

Genau wie im Sommer gilt es auch im Frühling, die Mittagssonne zu meiden. Kinder benötigen einen besonderen Schutz. "Eltern sollten ihren Kindern beim Eincremen von Gesicht, Armen und Beinen helfen. Noch besser für die zarte Kinderhaut ist das Tragen von leichter Kleidung. Und auf den Kopf gehört unbedingt ein Sonnenhut", erklärt Meiß. Einmal täglich die Haut einzucremen, reicht nicht aus. Den Sonnenschutz muss man, abhängig vom Hauttyp und Freizeitverhalten, etwa beim Baden im Freien, mehrfach erneuern. Die Apotheke berät gerne bei der Auswahl geeigneter Sonnenschutzmittel.

Wer sich ausreichend vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützt, dem steht für einen schönen Frühjahrsspaziergang an der frischen Luft nichts mehr im Wege. Sonnenlicht nutzt übrigens auch der Gesundheit. Es liefert dem Körper über die Haut den größten Anteil am lebenswichtigen Vitamin D. Dies hebt die Stimmung nach den kurzen und dunklen Wintertagen.

Peter Erik Felzer

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