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Diese Werte liefert ein kleines Blutbild.

Ärzte fertigen ein Blutbild an, um mehr Informationen über den Gesundheitszustand eines Patienten zu erhalten.
© angellodeco - Fotolia

Mi. 04. Juli 2018

Das Blutbild verstehen

"Dann machen wir mal ein Blutbild." Diesen Satz haben schon viele Patienten von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gehört. Doch was wertet das Labor da eigentlich aus? Und welche Informationen liefert die Untersuchung?

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Wenn Mediziner vom Blutbild sprechen, meinen sie in der Regel das kleine Blutbild. Es bietet Informationen über die Zusammensetzung der Blutzellen. Ärzte lassen es anfertigen, um etwa bestimmte Symptome einer Krankheit zuordnen zu können. Hierzu zählen Infektionen, Entzündungen, Blutarmut oder eine Gerinnungsstörung. Vorteil: Ein kleines Blutbild benötigt nur wenige Milliliter Blut. Es liefert folgende Werte:

Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

Sie bilden den Hauptbestandteil des Blutes und sorgen in erster Linie für den Sauerstofftransport. Ein zu niedriger Wert weist zum Beispiel auf eine Blutarmut hin.

Normbereich:
Frauen: 4,1 bis 5,1 Millionen pro Mikroliter (μl) Blut
Männer: 4,5 bis 5,9 Millionen pro μl Blut

Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten)

Hierzu zählen verschiedene Zellgruppen, die alle zur körpereigenen Abwehr gehören. Häufigste Ursache für erhöhte Werte bilden Infektionen.

Normbereich: 4 300 bis 10 000 pro μl Blut

Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten)

Sie spielen bei der Blutgerinnung eine zentrale Rolle. Ärzte bestimmen sie etwa bei unklaren Blutungen. Bei Erkrankungen der Leber, bei Leukämie oder bei Infektionen kann die Zahl der Blutplättchen sinken.

Normbereich: 140 000 bis 440 000 pro μl Blut

Menge des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin)

Dieser Bestandteil der roten Blutkörperchen bindet den Sauerstoff. Er liefert einen wichtigen Hinweis auf eine mögliche Blutarmut.

Normbereich:
Frauen: 12 bis 16 Gramm pro Deziliter Blut (g/dl)
Männer: 14 bis 18 g/dl
Schwangere: 11 g/dl
Kinder von 6 Monaten bis 6 Jahren: 11 g/dl
Kinder von 7 bis 14 Jahre: 12 g/dl

Mittleres zelluläres Erythrozytenvolumen (MCV

Dieser Wert bietet Auskunft über das durchschnittliche Volumen eines roten Blutkörperchens. Mit ihm unterscheidet man unter anderem verschiedene Formen der Blutarmut.

Normbereich: 80 bis 98 Femtoliter (fl)

Mittleres zelluläres Hämoglobin (MCH

Es informiert über den Durchschnittswert an Blutfarbstoff eines einzelnen roten Blutkörperchens. Der MCH-Wert spielt bei der Diagnose von Blutarmut eine Rolle.

Normbereich: 28 bis 34 Pikogramm (pg) pro Zelle

Mittlere zelluläre Hämoglobinkonzentration (MCHC)

Die MCHC gibt das Hämoglobin im Verhältnis zum Gesamtvolumen der roten Blutkörperchen an. Ein hoher Wert deutet auf eine Erkrankung der roten Blutkörperchen, ein niedriger auf einen Eisenmangel hin.

Normbereich: 32 bis 36 g/dl

Hämatokrit

Er gibt den Anteil roter Blutkörperchen pro Liter Blut an. Der Hämatokrit spielt etwa bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle und liefert auch Hinweise auf das Herzinfarktrisiko.

Normbereich:
Frauen: 35 bis 47 Prozent (0,34 bis 0,47 l/l)
Männer: 40 bis 54 Prozent (0,40 bis 0,54 l/l)

Großes Blutbild

Das große Blutbild ergänzt das kleine Blutbild um das sogenannte Differenzialblutbild. Dieses nimmt die Bestandteile der weißen Blutkörperchen,
die für die Immunabwehr sorgen, genauer unter die Lupe.

Peter Erik Felzer

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