Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2018 15. Juli 2018 Medikamente und Hitze vertragen sich schlecht

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Viele Medikamente vertragen Sommerhitze nur schlecht.

Im Sommer müssen Medikamente vor großer Hitze geschützt werden. Ansonsten könnten sie ihre Wirkung verlieren.
© detailblick - Fotolia

Medikamente und Hitze vertragen sich schlecht

Heiße Sommertage machen nicht nur vielen Menschen, sondern auch manchen Arzneimitteln zu schaffen. Doch dagegen lässt sich etwas tun.

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Das bisschen Wärme macht doch nichts, mag sich manch Unbedarfter denken. "Doch durch Hitze können einige Medikamente ihre Wirkung verlieren. Im Sommer sollten Medikamente deshalb vor Hitze geschützt werden und möglichst nicht in der prallen Sonne liegen", erklärt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Ihr Tipp: Bei langen Autofahrten die Medikamente am besten unter einem Vordersitz oder im Kofferraum verstauen.

Bis zu 70 Grad Celsius im Auto

"Denn bei einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius heizt sich ein Auto sogar im Schatten stark auf", warnt die Apothekerin. Auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett klettern die Temperaturen sogar auf mehr als 70 Grad Celsius. Auch im Handschuhfach steigt die Temperatur. Unter den Vordersitzen oder auf dem Boden des Kofferraums bleibt es dagegen deutlich kühler.

"Wird ein Medikament falsch gelagert, kann es seine Wirkung verlieren oder verändern – auch wenn man das von außen nicht sieht", erklärt Overwiening. Lagert man beispielsweise Asthmasprays in der direkten Sonne, können sie sich stark aufheizen. "Das verändert ihre Dosierungsgenauigkeit und die Wirksamkeit", warnt die Apothekerin.

Geschmolzene Zäpfchen

Einige Veränderungen lassen sich von außen erkennen. Beispielsweise schmelzen Zäpfchen in der Sonne. Geschieht dies, sollte man sie auch nach dem Abkühlen nicht mehr verwenden. Der Grund: Die Wirkstoffe können sich in der geschmolzenen Grundlage ungleichmäßig verteilen. Emulsionen verändern durch Hitze oft ihre Konsistenz, und ihre Bestandteile trennen sich. In ihr enthaltene Fette können verderben. Overwiening: "Wenn ein Arzneimittel anders aussieht als gewöhnlich, sollte man das Medikament nicht mehr anwenden oder vorher den Apotheker fragen."

Medikamente reagieren unterschiedlich auf Temperaturschwankungen. Einige muss man auch im Winter ausdrücklich kühl lagern. Das bedeutet unter acht Grad Celsius. Dazu gehören Insuline oder einige der sogenannten Biologicals. Zu Hause bietet der Kühlschrank dafür den richtigen Ort. Unterwegs nehmen Patienten die Vorräte in einem Kühlbehälter mit.

Apotheken beraten

Wichtig: Das Medikament darf keinen direkten Kontakt zum Kühlakku haben. Diesen am besten mit einem sauberen Geschirr- oder Handtuch umwickeln. Wenn Medikamente einfrieren, verändert sich mitunter ebenfalls ihre Wirkung und sie sind nach dem Auftauen unbrauchbar. Erkennbar etwa daran, dass sich zum Beispiel Insulin eintrübt. Overwiening: "Apotheker informieren ihre Patienten gerne über alles, was im Urlaub bei der Lagerung von Medikamenten zu beachten ist."

Peter Erik Felzer

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