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Wer sich zu Karneval schminken möchte, findet hier die richtigen Produkttipps.

Wasserbasierte Schminke eignet sich für empfindliche Haut am besten.
© AndreaObzerova/iStockphoto

Schmink-Tipps für Karneval

Ob Helau oder Alaaf – wer sich in diesen Tagen zum Narren macht, greift auch oft zu Schminkprodukten. Damit die Haut nicht leidet, lohnt es sich, auf ein paar Dinge zu achten.

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Es gibt im Groben zwei Arten von Schminke: zum einen wasserbasierte Farben, die sich ähnlich wie Wasserfarbe auftragen lassen. Zum anderen gibt es Schminke auf Fettbasis, wie klassische Schminkstifte oder auch Make-up mit eher cremiger Konsistenz, die sich gut auf der Haut verteilt. "Menschen, die weder eine besonders fettende noch trockene Haut haben, vertragen in der Regel beide Schminktypen", erklärt Hautarzt Dr. Uwe Schwichtenberg aus Bremen.

Auf den Hauttyp achten

"Für Menschen mit einem sogenannten Talgdrüsenüberschusshautproblem eignet sich fettbasierte Schminke allerdings nicht, also etwa dann, wenn die Haut zu Akne oder Rosacea neigt", so der Experte weiter. "Wenn man diese Haut mit einer dicken Schminkschicht versiegelt, fördert das Pickel." Bei fettender Haut empfiehlt sich daher eher eine wasserbasierte Schminke. Sie trocknet schnell und versiegelt die Haut weniger. Auch für empfindliche Kinderhaut gilt wasserbasierte Schminke als besser geeignet. Menschen, die zu trockener Haut neigen, vertragen fettbasierte Schminke zum Teil besser. "Vorsicht jedoch bei extrem trockener Haut oder Neurodermitis«, warnt Schwichtenberg. "Diese Haut mag es nicht, wenn sie in irgendeiner Art irritiert wird." Wer es unbedingt trotzdem probieren möchte, sollte am Vorabend zunächst nur auf einer kleinen Hautstelle die Verträglichkeit testen. Reagiert die Haut nicht, kann man dezent schminken. "Eine Gewähr, dass die Haut weiterhin nicht reagiert, gibt es jedoch nicht."

Probieren heißt es auch in Sachen Kontaktallergien. Denn in Karnevalsschminke können Inhaltsstoffe stecken, die eine solche auslösen. "Dazu zählen beispielsweise Duft stoffe, Salbengrundlagen oder Konservierungsstoffe", erklärt Schwichtenberg. Wer öfter mal eine allergische Hautreaktion zeigt, kann folgendermaßen auf Nummer sicher gehen: Das gewünschte Produkt eine Woche auf die Innenseite des Oberarmes auftragen. Bleibt alles ruhig, dürfte auch die Gesichtshaut nicht allergisch reagieren.

Sind Naturfarben besser?

In einer Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test aus dem Jahre 2017 schnitten zwei zertifizierte Naturkosmetik-Schminkprodukte für Kinder am besten ab. Andere Schminken erhielten aufgrund verschiedener umstrittener Inhaltsstoffe wie Paraffinen, Parabenen oder halogenorganischen Farbstoffen schlechtere Bewertungen. Hautarzt Dr. Uwe Schwichtenberg betont jedoch, dass auch Naturkosmetik nicht in jedem Fall vertragen wird. Denn auch natürliche Stoffe können mitunter Kontaktallergien auslösen.

Richtig abschminken

Wer sich entsprechend seines Hauttyps für ein Produkt entschieden hat, kann loslegen. Ob Totenkopf, Clowngesicht oder Katze: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Als zusätzlichen Schutz empfiehlt Schwichtenberg: "Menschen, die eine bestimmte Pflegecreme gut vertragen, können diese etwa 30 Minuten vor dem Schminken auftragen. So ist der Kontakt zur Farbe weniger unmittelbar."

Nach Karnevalszug oder Sitzung geht’s am besten gleich wieder ans bschminken. Bei wasserbasierter Schminke gelingt dies mit lauwarmem Wasser und Waschlappen. Zur Not noch eine milde Seife verwenden. "Fetthaltige Schminken lassen sich sehr gut mit Olivenöl entfernen", erklärt Schwichtenberg. Und wenn die Haut doch einmal reagiert? "Bei Pickeln heißt es einfach nur abwarten. Bei Rötung, Juckreiz oder Schuppung kann eine Pflegecreme helfen. Wenn die Reaktionen heftig ausfallen oder sich verstärken, kann der Arzt eventuell eine kortisonhaltige Creme verschreiben."

Katrin Faßnacht-Lee

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