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Ostereier lassen sich mit ganz natürlichen Mitteln färben.

Rote Beete, Heidelbeeren, Blattspinat: Die Natur bietet allerlei, um Eierfarben selbst herzustellen.
© iStock.com/arinahabich

Di. 24. März 2020

Natürlich Ostereier färben

Das Färben von Ostereiern hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Da man in der Fastenzeit keine Eier verzehren durfte, die Hennen aber trotzdem Eier legten, kochte man die Eier hart und färbte sie zur besseren Unterscheidung ein, zum Beispiel mit Zwiebelschalen. Das Färben mit natürlichen Farben ist auch heute wieder in.

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Das Färben mit Zwiebelschalen gelingt wie folgt: Die äußere trockene Schale von Zwiebeln – etwa 60 Gramm auf zwei Liter Wasser – aufkochen und zwei Esslöffel Essig mit fünfprozentiger Säure dazugeben. Dies dann kochen, bis sich ein bräunlicher Farbsud bildet. Dann die Eier dazugeben und in etwa zehn Minuten hart kochen. Anschließend mit einer Speckschwarte oder etwas Öl abreiben. Das verleiht den Eiern sanften Glanz.

Darüber hinaus bietet die Natur eine große Farbpalette, mit deren Hilfe sich viele unterschiedliche Farben auf die Eier zaubern lassen. Hierfür muss zunächst stets ein Farbsud mit etwas Essig hergestellt werden, dann kocht man die Eier darin zehn Minuten hart. Und welche Quellen für natürliche Farben lassen sich gut nutzen?

  • Ein schönes Gelb lässt sich beispielsweise mit Kurkuma erzielen. Hierfür einen Esslöffel Kurkuma in einen Liter Wasser geben und zehn Minuten kochen. Auch Kamille-Blüten oder Birkenblätter liefern einen gelblichen Ton. Mehr ins Orange tendiert Rotbusch-Tee.
  • Eine rötliche beziehungsweise violette Farbe entsteht durch das Kochen in Rote Bete- oder Holundersaft.
  • Mehr ins Blaue geht ein Farbsud angesetzt mit Heidelbeeren. Rotkohl wiederum führt zu einer mattblauen Färbung.
  • Verschiedene Grüntöne entstehen, wenn man Eier mit Brennnesseln oder Spinat kocht. Hierzu fünf bis sechs Handvoll der Blätter in einem Liter Wasser kochen, bis ein kräftiger Farbsud entstanden ist. Auch Mate-Tee färbt grün.

Ein bisschen Lust am Experimentieren ist Voraussetzung für das natürliche Färben. Generell gilt, dass sich der Farbsud von frischen Pflanzen oder Tee sofort verwenden lässt. Im Gegensatz dazu hat es sich bei getrockneten Beeren, Blättern oder Blüten oft bewährt, sie zunächst einige Stunden einzuweichen und dann etwa eine halbe Stunde aufzukochen.

Die Natur bietet zudem noch weitere Möglichkeiten, kreativ zu färben. Mit Hilfe ungiftiger Pflanzenblätter lassen sich dekorative Muster auf die Eierschalen bringen. Einfach Blätter zum Beispiel von Erdbeeren, Giersch, Melisse oder Gräsern auf das Ei legen, mit einem Nylonstrumpf und Küchengarn straff fixieren und so kochen. Die Pflanzenteile müssen dicht anliegen, damit keine Farbe darunter gelangen kann. Es hilft dabei, die Blätter anzufeuchten, damit sie am Ei etwas anhaften. Ein ähnliches Prinzip: Die Eier mit Küchengarn umwickeln. Auf diese Weise entsteht ein hübscher Ringel-Look.

Hanke Huber

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