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Worauf man beim Zähne bleichen achten muss.

Öfter als einmal im Jahr sollte man seine Zähne nicht professionell bleichen lassen, raten Experten.
© JANIFEST/iStockphoto

Mi. 09. September 2020

Zähne aufhellen: So klappt es

Strahlend weiß – so lächeln vor allem Filmstars. Wer selbst hellere Zähne haben möchte, kann dafür einiges tun. Sowohl zu Hause als auch beim Zahnarzt.

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"Jeder Mensch hat von Natur aus eine andere Zahnfarbe. Das ist mit der Haarfarbe vergleichbar", erklärt Professor Dr. Mozhgan Bizhang, Oberärztin vom Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Universität Witten/Herdecke. "Außerdem dunkelt der Zahn mit dem Alter nach. Denn wenn der Zahnschmelz dünner wird, schimmert mehr des gelblichen Dentins durch."

Aber auch Verfärbungen verändern die Zahnfarbe. Zu den äußerlichen Einflüssen gehören Tee, Kaffee oder Rotwein. Verfärbungen von innen heraus können unterschiedliche Ursachen haben. Bizhang nennt einige Beispiele: "Wenn man etwa eine Wurzelbehandlung hatte, kann das graue Füllungsmaterial durchschimmern. Außerdem gibt es einige Erkrankungen, die sich auf den Zähnen widerspiegeln. Aber auch Traumata wie Stürze können zu Verfärbungen führen."

Weiß, weißer …

Wer sich nach weißeren Zähnen sehnt, muss also zunächst wissen, welche Ursache die Verfärbung hat. "Dazu empfehle ich, einen Zahnarzt aufzusuchen. Er kann einschätzen, ob man innere Verfärbungen aufhellen kann. Äußere Verfärbungen lassen sich durch eine professionelle Zahnreinigung entfernen", erläutert die Expertin. Danach zeigen die Zähne ihr natürliches Weiß. Dieser Zustand lässt sich anschließend zu Hause mithilfe spezieller Zahncremes länger aufrechterhalten.

"Weißmacher-Zahnpasta enthält mehr Schleifkörper und teils chemische Wirkstoffe", so Bizhang. "Dadurch werden Verfärbungen besser entfernt. Allerdings sind Cremes mit höherem Abrieb für empfindliche Zähne weniger gut geeignet." Anders als die Zahnpasta wirken spezielle Bleichprodukte von innen auf die Zähne. Für das sogenannte Bleaching verwendet man Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid, das seinerseits in Wasserstoffperoxid zerfällt. Die Zahnärztin erklärt: "Anschließend gelangen sogenannte Radikale
in den Zahn und oxidieren die Farbstoffe. Dadurch werden die Zähne heller. Das ist wie beim Haarefärben." Bleaching-Produkte gibt es freiverkäuflich für den Hausgebrauch – allerdings in recht niedriger Dosierung. "Nach meiner Erfahrung zeigen die wenigsten Präparate Wirkung. Doch es gibt Ausnahmen. Wer sich dafür interessiert, sollte am besten seinen Zahnarzt fragen", empfiehlt Bizhang. Dieser könne auch einschätzen, ob das Bleichen wirklich sinnvoll und ungefährlich ist. "Handelt es sich bei der Verfärbung beispielsweise um Karies, schaden Sie Ihrem Zahn, da er durch die Bleichmittel zusätzlich beschädigt wird."

… am weißesten

Besonders zuverlässige Ergebnisse lassen sich erreichen, wenn man das Bleichen einem Experten überlässt. Bizhang favorisiert in den meisten Fällen das sogenannte Home-Bleaching: "Da werden Zahnschienen vorgefertigt, die der Patient zusammen mit dem Bleichmittel zu Hause verwendet. So lässt sich mit einer relativ geringen Dosierung über 14 Tage der Zahn sanft bleichen."

Aber auch das Bleaching in der Praxis (In-Office-Bleaching) ist möglich. Damit die Zähne nicht zu Schaden kommen, empfiehlt Bizhang außerdem: "Einmal im Jahr kann man bedenkenlos die Zähne bleichen. Dazwischen muss man ihnen die Chance geben, sich zu regenerieren. Außerdem sollen die Zähne fluoridiert werden. Wenn man das alles beachtet, sind die Zähne auch nach dem Bleaching nicht anfälliger."

Katrin Faßnacht-Lee

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