Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 15. März 2019 Ätherische Öle können mehr als gut duften

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Ätherische Öle können einige Beschwerden lindern.

Lavendelöl hat eine beruhigende Wirkung und kann bei Schlafstörungen helfen.
© Colourbox

Ätherische Öle können mehr als gut duften

Ist die Rede von ätherischen Ölen, denken viele erst einmal an Lampen oder Badezusätze, die in erster Linie einen guten Duft in der Wohnung verbreiten sollen. Neben diesem Effekt wirken manche ätherischen Öle jedoch auch als Arzneimittel – gegen Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Schlafprobleme.

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Magen und Darm

Auch bei Beschwerden des Verdauungstrakts können ätherische Öle nützen. Der Klassiker bei Magenschmerzen ist Kamille: Ihr ätherisches Öl entkrampft die Muskulatur des Magens und lindert eine mögliche Entzündung der Magenschleimhaut. Ganz ähnlich beruhigend wirkt Pfefferminzöl auf den Magen. Rosmarinöl entspannt die Gallenwege, was bei der Verdauung fetter Speisen hilft. Bei Blähungen greift die Naturheilkunde bereits bei Säuglingen gerne auf Fenchel- und Kümmelöl zurück – in Form von Tees oder Einreibungen auf dem Bauch.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Dass der Körper nach Infektion mit Erkältungsviren vermehrt Schleim produziert, der anfangs oft recht zähflüssig ist, kennt jeder aus eigener Erfahrung. Dieser Schleim kann sowohl in den Bronchien als auch auf den Stimmbändern "kleben" und die Nasennebenhöhlen verstopfen. Um den Schleim loszuwerden, muss er dünnflüssiger werden.

Besonders in den Bronchien helfen dabei die ätherischen Öle von Thymian und Eukalyptus in Form von Kapseln oder Saft. Sind die Stimmbänder davon betroffen, "ölen" Lutschpastillen mit Eukalyptus- oder Pfefferminzöl, beziehungsweise dem daraus gewonnenen Menthol, die Stimme. Sie verflüssigen den Schleim und lindern die Entzündung. Natürlich trägt auch weniger Reden zur Heilung bei. Ebenfalls im Einsatz: Präparate, die Auszüge des Spitzwegerichs enthalten.

Bei verstopfter Nase und schmerzenden Nasennebenhöhlen haben sich das aus Eukalyptusöl gewonnene Cineol und Kombinationen verschiedener ätherischer Öle in Kapselform bewährt. Sie enthalten unter anderem Eukalyptus- und Süßorangenöl. Erkältungscremes zum Einreiben der Brust oder zum Inhalieren mit Menthol, Fichten- oder Kiefernnadelöl lindern viele Symptome der oberen Luftwege gleichermaßen. Für Kinder gibt es spezielle Präparate, weil sie nicht alle ätherischen Öle vertragen.

Schlaf, Schmerzen, Kreislauf

Wer sich als Kind immer über Großmutters Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen gewundert hat, erlebte hier bereits eine praktische Anwendung von ätherischen Ölen. Das Lavendelöl aus den Blüten wirkt beruhigend und fördert den Schlaf. Eingenäht in ein Stoffsäckchen verdunstete es langsam und diente so als sanfte Einschlafhilfe. Heutzutage gibt es zu diesem Zweck Lavendelöl in Kapseln zum Einnehmen in der Apotheke.

Die Pfefferminze enthält sicher eines der vielseitigsten ätherischen Öle. Neben den schon beschriebenen Effekten bei Erkältung und Magendrücken hilft sein Kühleffekt gegen Kopfschmerzen, wenn man es in verdünnter Form auf die Stirn aufträgt. Rosmarinöl wiederum fördert die Durchblutung. So lindert es rheumatische Schmerzen und kurbelt den Kreislauf an: als Badezusatz oder in Cremes zum Einreiben.

Apotheker Rüdiger Freund

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