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Do. 08. Juni 2017

Die richtige Narbenpflege

Beim Fußballspielen, auf dem Spielplatz oder beim Herumtoben: Kinder verletzen sich schnell einmal. Damit dies möglichst ohne bleibende Andenken ausgeht, empfehlen Experten eine frühe und konsequente Pflege der Narbe. Die Neue Apotheken Illustrierte beantwortet hierzu die wichtigsten Fragen.

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Was beeinflusst, wie eine Narbe später aussieht?

Je dunkler der Teint der Haut, umso eher bleiben Narben sichtbar. Zudem verheilen Wunden bei Kindern besser als bei älteren Menschen. Gleiches gilt für Verletzungen im Gesicht oder an den Händen – im Gegensatz zu Rücken, Dekolleté oder den Knien. Auch Sofortbehandlung und Pflege beeinflussen das Aussehen.

Bei welchen Narben lohnt sich eine spezielle Pflege?

Das gilt für größere oder tiefere Verletzungen sowie für Operationswunden, die tiefer liegende Hautschichten verletzen und Gewebe zerstören. Nicht so gute Aussichten bieten wuchernde Narben oder Verletzungen über Gelenken. Aber auch hier lohnt sich eine Pflege.

Wann darf man mit der Narbenpflege beginnen?

Je früher, desto besser. Das bedeutet: Sobald sich die Wunde geschlossen hat, der Arzt die Fäden nach einer OP gezogen hat und sich keine Kruste mehr auf der Wunde befindet, kann die Narbenpflege beginnen.

Welche Wirkstoffe bieten sich für eine Narbenpflege an?

Es gibt eine Reihe von Wirkstoffen, die sich zur Narbenpflege bewährt haben. Hierzu zählen:

  • Cepalin
  • Allantoin
  • Hyaluronsäure
  • Panthenol
  • Silikone
  • Zwiebelextrakt
  • Heparin
  • Glycopeptide
  • Nachkerzenöl
  • Glucosamin

Wie lange sollte man Narbenpflegepräparate anwenden?

Die Narbenreifung dauert bis zu zwei Jahre. Es heißt also, sich in Geduld zu üben. Nach etwa sechs bis acht Wochen lässt die Rötung langsam nach. Eine konsequente Pflege verbessert das Erscheinungsbild, und die Narbe wird elastischer und flacher.

Was kann man sonst noch tun?

Massagen fördern die Heilung. Dazu reibt man die Narbencreme, ein Gel oder Öl ganz bewusst und langsam ein. Am besten über ein paar Minuten. Diese Massagen unterstützen das Eindringen der entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Bestandteile eines Narbenpflegepräparates. Zudem erleichtert dies die Durchblutung und damit den An- und Abtransport von Nährstoffen und Abbauprodukten. Die Massage macht das Narbengewebe geschmeidiger und damit beweglicher, weicher und elastischer.

Wie sieht es mit der Sonne aus?

Frische Narben sollte man nicht der Sonne oder anderen Bestrahlungsquellen wie Solarien aussetzen. Das bremst mitunter die Wundheilung. Unter Umständen kommt es zu einer stärkeren Pigmentierung einer Narbe, sie wird also dunkler und damit sichtbarer.

Lohnt es sich, ältere Narben zu behandeln?

Ja, auch Narben, die ein Jahr oder länger bestehen, lassen sich behandeln. Hier empfehlen Experten, sie mindestens ein halbes Jahr lang täglich ein- bis dreimal mit einem geeigneten Präparat zu massieren.

Peter Erik Felzer

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