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Wenn die Leber verfettet, bekommen Betroffene davon häufig nichts mit.

Studien belegen, dass täglich zwei bis drei Tassen Kaffee einen positiven Einfluss auf die Leber haben.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Mo. 08. Juli 2019

Das tut der Leber gut

Leberprobleme haben nicht nur Menschen, die zu viel Alkohol trinken. Oft liegt es auch an Übergewicht und Bewegungsmangel. Das Tückische: Betroffene spüren lange Zeit nichts davon.

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Etwa jeder dritte Deutsche hat eine sogenannte nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD). Und das ganz ohne es zu wissen. Denn die Leber selbst hat kein Schmerzempfinden und leidet gewissermaßen still vor sich hin. Ungefährlich ist die Erkrankung jedoch keinesfalls, denn durch die Verfettung können schmerzhafte Entzündungen entstehen. Auch eine lebensgefährliche Leberzirrhose gehört zu den möglichen Folgen. Außerdem steigt durch eine NAFLD das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Grund genug, genauer hinzuschauen. Ein westlicher Lebensstil mit wenig Bewegung, zu vielen Kilos besonders im Bauchbereich sowie erbliche Faktoren zählen zu den Auslösern einer NAFLD. Der Arzt kann eine vergrößerte Leber bei einer Ultraschalluntersuchung erkennen. Aber auch bestimmte Blutwerte helfen bei der Diagnose. Die gute Nachricht: Die Leber ist nicht nachtragend. Wer rechtzeitig reagiert, kann Veränderungen oft sogar rückgängig machen. Das sind die wirksamsten Maßnahmen:

Medikamente gegen Fettleber

Trockenextrakte aus den Früchten der Mariendistel mit dem Wirkstoff Silymarin fördern die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen. Der Apotheker berät zu entsprechenden Präparaten und Dosierungen. Weitere Medikamente zur Behandlung einer nichtalkoholischen Fettleber oder einer Leberentzündung gibt es derzeit noch nicht. Wissenschaftler forschen aber intensiv an möglichen Arzneien.

Abnehmen lohnt sich: Schon eine Gewichtsabnahme von fünf Prozent des Körpergewichts geht mit 30 Prozent weniger Leberfett einher.

Ausgewogen essen: Zu viel Fettes und Süßes gilt es zu meiden. Besonders gut für die Leber ist es, wenn man an tierischen Fetten sowie zugesetztem Fruchtzucker spart. Stattdessen besser mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte essen.

Kalorienarm trinken: Softdrinks und Fruchtsäfte liefern nicht nur unnötige Kalorien, sondern auch viel (Frucht-) Zucker. Und der kann in Form von Fett eingelagert werden.

Finger weg vom Alkohol: Selbst wenn übermäßiger Alkoholkonsum oft nicht den Grund für eine Leberverfettung darstellt, schädigt er das wichtige Organ zusätzlich.

Bewegung steigern: Mehr Sport hilft beim Abnehmen und wirkt gegen Leberverfettung und -entzündung.

Kaffee tut gut: Zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag senken das Risiko einer NAFLD.

Katrin Faßnacht-Lee

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