Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 1. August 2017 Ausgeschwemmt: Schluss mit Wassereinlagerungen

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Viele Frauen leiden unter Wassereinlagerungen.

Auch wenn bei Hitze mehr Wasser in den Beinen ist: Weniger oder nichts zu trinken ist keine gute Gegenmaßnahme. Dann fehlt Wasser im Blutkreislauf oder für die Nierenfunktion.
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Di. 25. Juli 2017

Ausgeschwemmt: Schluss mit Wassereinlagerungen

Wassereinlagerungen machen vielen Frauen zu schaffen. Hier ein paar Tricks, wie Sie diese leichter in den Griff bekommen.

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Auf so manches würden Frauen gern verzichten, zum Beispiel auf Wasser im Gewebe. Gerade an heißen Tagen bemerken viele, dass plötzlich die Knöchel anschwellen und das Gesicht aufgedunsen wirkt. Verantwortlich dafür sind Wassereinlagerungen im Gewebe, die man fachlich auch als Ödeme bezeichnet. Sie zeigen sich bei Frauen häufiger als bei Männern. Und dafür liefert der Körper gleich mehrere Gründe.

Ursachen für Ödeme

Hormone: Das sogenannte Gelbkörperhormon beeinflusst in der zweiten Hälfte des Monatszyklus den weiblichen Körper. Dadurch lagert er vermehrt Wasser ein. Aber auch hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre beeinflussen den Wasserhaushalt.

Schwaches Bindegewebe: Weibliche Haut hat im Vergleich zu der von Männern ein weniger stark vernetztes Bindegewebe. Dadurch kann sich die Haut in der Schwangerschaft problemloser dehnen. Die Unterschiede beim Bindegewebe führen aber möglicherweise auch zu einer Venenschwäche. Eine Folge können unter anderem Wassereinlagerungen sein.

Falsche Ernährung: Wer gern Kartoffelchips, Erdnüsse und ähnlich Salziges knabbert, braucht sich über eine Gewichtszunahme nicht zu wundern – Natrium bindet Wasser. Mit der richtigen Ernährung hingegen lässt sich das leicht wieder beheben.

Sanfte Hilfen

Sich bewegen: Für alle, die zu Ödemen in den Beinen neigen, ist es wichtig, nicht zu lange Zeit zu sitzen oder zu stehen, sondern sich zwischendurch immer mal wieder zu bewegen. Auch ein paar Minuten auf den Zehenspitzen auf und ab zu wippen, fördert den Blutfluss in den Beinen. Die Muskelbewegungen wirken als Pumpe auf die Venen und unterstützen so den Blutrückfluss Richtung Herz.

Kalte Güsse: Nach dem morgendlichen Duschen helfen kalte Beingüsse. Sie stärken das Gewebe. Indem sich Blutgefäße zusammenziehen, wird Flüssigkeit besser abtransportiert. Dazu immer zum Herzen hin arbeiten. Beginnen Sie zunächst mit dem rechten Bein, dann folgt das linke.

Augenpartie massieren: Die Augen sind die Fenster der Seele. Haben sie geschwollene Ränder, ist das nicht nur "küchenpsychologisch" ein Problem, sondern auch unschön. Dagegen hilft eine sanfte Massage, zum Beispiel mit einer Augencreme, die Hyaluronsäure und Vitamin E enthält.

Hilfe aus der Natur: Rosskastanie oder Weinlaub haben Inhaltsstoffe, die dabei helfen, Wassereinlagerungen vorzubeugen, indem sie die Venenwände stärken. Entsprechende Präparate zum Einnehmen sind in der
Apotheke erhältlich.

Füße hochlegen: Die einfachste Lösung, den Rückfluss von Wasser aus den Beinen zu unterstützen, liegt darin, die Füße richtig hochzulegen. Dazu legen Sie sich am besten flach (ohne Kissen) auf das Bett und lagern die Füße so hoch, dass die Fersen höher als das Becken liegen. Entwässernde Tees trinken: Bewährt haben sich Tees mit Brennessel-, Birken- oder Schachtelhalm-Extrakt. Drei Tassen täglich helfen ein wenig, die Beine zu entlasten.

Ernährung

Nicht zu wenig trinken. Zugegeben, das klingt erst einmal unlogisch, schließlich wollen Sie ja das überschüssige Wasser aus dem Körper loswerden. Aber die für viele Körperfunktionen notwenige Trinkmenge von etwa 1,5 Liter pro Tag sollte man trotzdem zu sich nehmen.

Sparsam mit allem Salzhaltigen wie Wurst, Käse, Hühnerbrühe, Oliven oder Sojasauce umgehen. Das Salz bindet Wasser im Gewebe.

Entwässernd wirken Aprikosen, Feigen oder Kiwis, weil sie wasserausschwemmendes Kalium liefern. Das Mineral steckt auch in Bananen, Sojabohnen, Kartoffeln, Sprossen. Entwässernd wirken auch Spargel, Petersilie, Vollkorn, Melone, Ananas und Papaya.

Narimaan Nikbakht

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