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Mit diesen Tipps wird der Tierarztbesuch weniger stressig.

Ob Impfung, Wurmkur oder Krankheit: Von Zeit zu Zeit lässt sich ein Tierarztbesuch nicht vermeiden.
© beavera/iStockphoto

Mo. 29. Juli 2019

Stressfrei zum Tierarzt

Auch Hund, Katze oder Meerschweinchen müssen bisweilen zum Arzt. Manche Tiere ahnen bereits vor der Ankunft, dass eine Untersuchung bevorsteht. Andere befällt die Nervosität erst in der Praxis. Tipps der Tierschutzorganisation PETA helfen, dass der Besuch beim Tierarzt für alle Beteiligten so stressfrei wie möglich abläuft.

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"Ein Tierarztbesuch strapaziert viele Tiere ungemein und kann mitunter sogar lebensbedrohlich werden, wenn wichtige Signale der tierischen Mitbewohner keine Beachtung finden", so Jana Hoger, Expertin von PETA. In erster Linie sei es wichtig, dass der Halter Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, um das Tier nicht noch mehr zu irritieren. Je nach Tierart sind darüber hinaus weitere Punkte zu beachten.

Meerschweinchen:

  • Obwohl sie sehr stressanfällig sind, äußern Meerschweinchen Stress- oder Schmerzempfinden kaum wahrnehmbar. Halter sollten daher genauestens beobachten, welche Signale die Nager aussenden. Anzeichen für Angst können weit aufgerissene Augen, Erstarren oder Zähnewetzen sein.
  • Da Meerschweinchen sehr sozial sind, kann es hilfreich sein, wenn ein Artgenosse sie zum Tierarzt begleitet und so emotionalen Beistand leisten kann.
  • Meerschweinchen betreiben keine Fellpflege unter Artgenossen, daher genießen sie auch Streicheleinheiten von ihren menschlichen Freunden nicht. Aus diesem Grund beschränken Tierhalter, Tierarzt und Tierarzthelfer den Körperkontakt am besten auf das Nötigste.

Katzen:

  • Für den Weg zum Tierarzt eignet sich eine stabile Transportbox, die sich auch von oben öffnen lässt. Diese mit vertrauten Kissen oder Decken ausstatten. Am besten gewöhnt man Katzen vor dem ersten Tierarztbesuch an die Box, damit sie sie nicht mit negativen Erlebnissen in Verbindung bringen. Gedämpftes Licht trägt bei Katzen zur Entspannung bei, daher ist es ratsam, die Box mit einem Handtuch abzudecken.
  • Idealerweise gibt es beim Tierarzt einen separaten Wartebereich für Hunde und Katzen; dies kann den Stress deutlich reduzieren und sorgt für einen geringeren Geräuschpegel. Gibt es keine getrennten Wartezimmer, sorgen Halter dafür, dass keine anderen Tiere an den Transportboxen riechen oder hineinschauen. Das würde den Stress erhöhen.
  • Manche Katzen lassen sich durch Pheromonpräparate oder Kissen mit Katzenminze etwas beruhigen. Den Geruch von Desinfektionsmitteln empfinden Katzen als äußerst unangenehm. Daher sollten sie erst auf den Behandlungstisch, wenn dieser komplett trocken ist.

Hunde:

  • Gewöhnung ist Gold wert: Lassen Sie den Vierbeiner beim ersten Besuch alles in Ruhe beschnüffeln und bestärken Sie ihn eventuell auch positiv mit Leckerli. Eine freundliche, möglichst ungezwungene Atmosphäre beruhigt ebenfalls.
  • Während der Gespräche zwischen Tierarzt und Tierhalter ist es gut, wenn der Hund im Behandlungszimmer frei herumlaufen kann. Manche Untersuchungen müssen nicht zwingend auf dem Behandlungstisch erfolgen. Dies am besten vorher mit dem Tierarzt besprechen.
  • Hunde können den Stress anderer Artgenossen riechen. Daher empfiehlt es sich, mit ängstlichen Tieren den ersten Termin des Tages wahrzunehmen oder während der Wartezeit noch eine Runde Gassi zu gehen.

Ganz allgemein ist es sinnvoll, feste Termine mit dem Tierarzt zu vereinbaren. So lassen sich lange Wartezeiten und ein erhöhter Stresslevel für die Tiere vermeiden. Für manche Behandlungen sind auch weniger stressige Hausbesuche sinnvoll, so Hoger. Sie empfiehlt Hundehaltern, dies mit dem Tierarzt zu besprechen.

RF

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