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Diuretika bei Bluthochdruck und Ödemen

Fast alle wichtigen Wasserleitungen haben ein Sicherheits-Ventil, durch das bei zu großem Druck überschüssiges Wasser entweichen kann.
So ein Überdruck-Ventil wäre auch für die menschlichen Blutgefäße eine feine Sache.

Schließlich herrscht auch in diesem Leitungssystem oft ein zu hoher Druck. Genauer gesagt: Bluthochdruck! Und der schädigt zum Beispiel die Wände der Blutgefäße, so dass arteriosklerotische Verengungen leichter entstehen können. Außerdem schwächt Bluthochdruck das Herz, das ständig mit äußerster Kraft Blut in den Körper pumpen muss.

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Wie senkt man den Druck?

Eine Möglichkeit lautet: Wasser ablassen. Denn ein Liter Blut besteht etwa zu 90 Prozent aus Wasser. Verringert man daher die Wassermenge im Blut, sinkt auch der Druck in den Gefäßen.
Der "Hahn", durch den der Körper Wasser ablässt, heißt Niere. Normalerweise haben die Nieren die Aufgabe, Wasser zu sparen, um Flüssigkeitsverlusten vorzubeugen. Stört man die Nieren jedoch mit Arzneimitteln, so genannten Diuretika, bei ihrer Arbeit, scheiden sie mehr Flüssigkeit aus. Folge: Der Druck in den Blutgefäßen sinkt.

Verschiedene Ansatzpunkte

Experten unterscheiden mehrere Diuretika-Gruppen, eine davon sind die so genannten Thiazide. Zu den Thiaziden zählen Stoffe wie Hydrochlorothiazid und Bemetizid. Enge Verwandte sind die Substanzen Mefrusid, Chlortalidon sowie Xipamid. Die Thiazide bewirken, dass die Niere mit dem Harn mehr Natrium- und Chlorid-Ionen ausscheidet. Diese Mineralien haben eine anziehende Wirkung auf Wasser und reißen es daher in größeren Mengen mit sich.
Die Thiazide nimmt man meist als Tabletten ein, die vom Arzt verschrieben werden müssen. Sie werden auch mit anderen den Blutdruck senkenden Arzneimitteln wie Beta-Blockern oder ACE-Hemmern kombiniert. Wegen ihrer entwässernden Wirkung werden sie auch bei Wasseransammlungen im Körper (Ödemen) eingesetzt. Während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollen die Arzneistoffe nicht eingenommen werden.

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