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Borreliose möglichst früh behandeln

Zecken bedrohen Menschen hier zu Lande vor allem durch die von ihnen übertragenen Borrelien. Diese Bakterienart verursacht die sogenannte Lyme-Borreliose. Einen Impfschutz gibt es nicht, aber Antibiotika können helfen.

Borreliose ist eine weltweit vorkommende Infektionskrankheit. Auslöser sind von Zecken übertragene Bakterien der Gattung Borrelia. In einigen Gebieten Süddeutschlands beherbergen Zecken zudem ein Virus, das eine Hirnhautentzündung verursachen kann, die Frühsommer-Meningo-Enzephaltitis (FSME). Im Gegensatz zu FSME-Viren finden Borrelien ihren Platz in der Zecke nicht in den Speicheldrüsen, sondern bevorzugt im Mitteldarm. Deshalb setzt die Zecke die Erreger verzögert frühestens nach zehn- bis zwölfstündigem Saugen frei. Zecken rasch zu entfernen, kann also ein wenig Schutz bieten.

Anfangs nur Hautrötungen

Bei Weitem nicht jeder Stich einer mit Borrelien infizierten Zecke führt zur Erkrankung, und auch dann tritt nicht jedes Krankheitsstadium auf. Es gibt drei mögliche Stadien, die die Lyme-Borreliose kennzeichnen. Im ersten Stadium, etwa zehn Tage nach dem Stich, kann sich neben erkältungsähnlichen Symptomen eine Rötung im Stichbereich zeigen, das sogenannte Erythema migrans. Bei derartigen Symptomen nach einem Zeckenstich muss man den Arzt aufsuchen.

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Treten die Rötungen an mehreren Körperstellen auf, ist bereits das Krankheitsstadium zwei erreicht. Die Keime kreisen dann in Blut- und Lymphsystem, die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Bei circa 15 Prozent der Patienten bildet sich Wochen bis Monate später erst das Stadium zwei aus, in dem etwa das Herz, Nervenbahnen und Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden können. Das Vollbild des Stadiums drei zeichnet sich durch eine chronische Herzentzündung, eine Entzündung von Gehirn und Rückenmark und eine chronische Gelenkentzündung aus.

Infektionen vermeiden heißt Zeckenkontakt verhindern

Experten empfehlen die typischen Aufenthaltsorte von Zecken, also Wälder, Unterholz oder Gebüsche wenn möglich zu meiden. Wer sich im Garten, Wald oder auf der Wiese hinlegt, sollte das nur auf einer Unterlage tun. Hautstellen die nicht geschützt sind, müssen wiederholt mit Mückenschutzmittel eingerieben werde. Nach einem Spaziergang oder nach Gartenarbeit muss der Körper – auch hinter den Ohren oder auf der Kopfhaut – unverzüglich nach Zecken abgesucht werden.

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