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Kiefernduft befreit die Atemwege

Wenn es im Dezember im Haus weihnachtlich duftet, liegt das nicht nur an den Plätzchen im Ofen. Auch die Tannenzweige im Adventskranz oder des Weihnachtsbaums steuern ihre charakteristische Note bei, denn Nadelbäume enthalten viel wohlriechendes ätherisches Öl – eine Tatsache, die auch in der Heilkunde von Bedeutung ist. Ätherisches Öl gewinnt man aus Sprossen und Nadeln der Edeltanne, der Fichte und der Kiefer (Pinus sylvestris und andere) oder auch aus Kiefernterpentin.

Kiefer
© Jörn Hofmann/SIGN

Kiefernnadelöl wirkt antimikrobiell sowie schleimlösend und dient daher als bewährtes Mittel bei Katarrhen der Atemwege. Ähnlich wie Pfefferminzöl oder Kamillenblüten eignet es sich sehr gut zur Dampfinhalation. Dafür werden wenige Tropfen in heißes Wasser gegeben und mehrmals täglich einige Minuten lang eingeatmet. Auch als Zusatz in einem Vollbad entfaltet es eine angenehm befreiende Wirkung auf die Atemwege. In der Apotheke gibt es fertige Erkältungscremes mit Kiefernnadelöl, die man ebenfalls zum Inhalieren oder zum Einreiben auf Brust und Rücken verwenden kann. Nach dem Eincremen verflüchtigen sich die ätherischen Öle mit der Zeit und gelangen so ebenfalls in die Atemwege.

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Darüber hinaus regen Kiefernnadel- und Terpentinöl, auf die Haut aufgetragen, örtlich die Durchblutung an. Aus diesem Grund empfahl das Expertengremium "Kommission E" des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes die Öle gegen rheumatische Beschwerden oder Nervenschmerzen. Sie gelten bei bestimmungsgemäßem Einsatz als unbedenklich. Allerdings kann es bei großflächiger Anwendung zu Hautreizungen oder bei der Einnahme großer Mengen von Terpentinöl zu Vergiftungen kommen.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

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