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Ratanhia: Wurzel fürs Zahnfleisch

Die in den Anden beheimatete Ratanhia (Krameria triandra) ist in Ländern wie Bolivien, Peru oder Ecuador seit langer Zeit sehr beliebt, da sie sich vielseitig verwenden lässt. Aus der Wurzel gewinnen die Menschen dort einen roten Farbstoff, der zum Beispiel Wolle einen kräftigen Farbton verleiht. Zusätzlich gehört dieselbe Wurzel zum traditionellen Arzneischatz in dieser Region.

Ratanhia
© Jörn Hofmann/SIGN

Als "Raiz para los dientes", was auf Deutsch so viel wie "Wurzel für die Zähne" bedeutet, bezeichnen die Südamerikaner diese Pflanze. Damit ist auch schon ihre Hauptwirkung zusammengefasst: Auszüge daraus werden in Form von Mundspülungen gegen Entzündungen der Mundhöhle und des Zahnfleischs eingesetzt. Verantwortlich für diesen Effekt sind die Gerbstoffe, die die Ratanhia-Wurzel in großer Menge enthält. Diese wirken zusammenziehend auf die Mundschleimhaut, wodurch offene Stellen abgedichtet werden und die Heilung gefördert wird. Darüber hinaus soll der Wurzelextrakt auch Bakterien und Pilze abtöten können.

Die mit Pflanzenheilkunde befasste Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts empfahl den Einsatz von Ratanhia in Mund und Rachen. Daher ist Ratanhia auch in einigen Mund- und Zahnpflegepräparaten enthalten.

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Wer gerne den reinen Extrakt anwenden möchte, bekommt in der Apotheke fertige Ratanhia-Tinktur oder die getrocknete und zerkleinerte Wurzel. Daraus lässt sich ein Tee zubereiten. Dazu werden 1,5 Gramm der Wurzel mit 150 Millilitern kochendem Wasser überbrüht. Damit zwei- bis dreimal am Tag gurgeln.

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