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Weihrauch: göttliches Harz gegen Entzündungen

Der Name Weihrauch (Olibanum) bezeichnet keine Pflanze, sondern das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes, der in Afrika (Boswellia carterii) und Indien (Boswellia serrata) wächst. Das Harz tritt aus, wenn die Rinde des Baumes angeritzt wird.

Weihrauch
© Jörn Hofmann/SIGN

Weihrauch war schon vor Jahrtausenden sehr wertvoll und wird bis heute bei religiösen Zeremonien auf glühenden Kohlen verbrannt. Der Rauch, der daraufhin den Raum erfüllt und zum Himmel aufsteigt, steht symbolisch für die Kraft des Gebets und gilt gleichzeitig als Opfer. So ist es zu erklären, dass Weihrauch eine der drei Gaben war, die die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind darbrachten.

Neben der kultischen Verwendung wird der Weihrauch seit alters her auch als Arzneimittel genutzt. In der traditionellen indischen Medizin wurden damit beispielsweise Blähungen, Husten, Asthma, Krebsleiden oder Arthritis behandelt. Einige dieser Anwendungsgebiete erscheinen auch heute noch plausibel, da mittlerweile im Weihrauch die entzündungshemmenden Boswelliasäuren nachgewiesen werden konnten.

In ersten klinischen Studien konnte Weihrauchextrakt bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Arthritis, Bronchialasthma und Hirntumoren mit positiven Ergebnissen aufwarten. Um diese viel versprechenden Hinweise zu erhärten, sind jedoch weitere Untersuchungen nötig. Daher gibt es in Deutschland bisher noch keine Fertigarzneimittel, die Weihrauchextrakt enthalten.

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