Nach der Wahl: Apotheker fordern verlässliche Strukturen

25.09.2017

Aus Sicht der Apotheker muss die neue Bundesregierung gerade im Gesundheitswesen für mehr Verlässlichkeit sorgen. Das Wahlergebnis zeige ganz deutlich, dass viele Menschen mit der politischen Situation in Deutschland trotz guter wirtschaftlicher Lage unzufrieden und verunsichert seien, sagte Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
ABDA-Präsident Friedemann Schmidt bewertet den Ausgang der Bundestagswahl aus Sicht der Apotheker. image.originalResource.properties.copyright

„Klar ist, dass sich jede neue Regierung dieser Verunsicherung stellen muss.“ Gerade im Bereich der Daseinsvorsorge müssten die Menschen darauf bauen können, „dass Strukturen da sind und verlässlich funktionieren“. Das gelte auch mit Blick auf eine zuverlässige Infrastruktur im Gesundheitswesen. „Die wohnortnahen, inhabergeführten Apotheken sind ein essenzieller Bestandteil dieser Struktur“, so Schmidt. Diese müssten daher unbedingt gestärkt werden. „Dafür werden wir uns gegenüber jeder denkbaren Regierung als allererstes einsetzen.“

Bei der Bundestagswahl am 24. September hatten Union und SPD herbe Verluste einstecken müssen. Die FDP zieht wieder in den Bundestag ein, ebenso die AfD, diese jedoch zum ersten Mal. Eine Neuauflage der Großen Koalition hat die SPD bereits ausgeschlossen, damit läuft theoretisch alles auf ein Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und den Grünen hinaus.

Wie sich das Wahlergebnis auf die zukünftige Gesundheitsversorgung konkret auswirken könnte, sei schwer zu prognostizieren, so Schmidt. „Dafür sind die Vorstellungen der Parteien, die jetzt für eine Regierungsbildung infrage kommen, einfach zu unterschiedlich.“

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