Naschkatzen aufgepasst: Schokolade ist gut für das Herz

17.06.2015

Zu viel Süßes gilt als ungesund, zu viel Fett ebenfalls. Zum Leid vieler Leckermäuler besteht Schokolade zu einem großen Teil aus beidem. Für alle Schoko-Fans gibt es jetzt jedoch eine gute Nachricht: Einer neuen Studie zufolge scheint regelmäßiges Schokolade-Naschen dem Herzen gut zu tun.
Dass sich dunkle Schokolade positiv auf die Gesundheit auswirken kann, ist schon länger bekannt. Aber auch Milchschokolade soll dem Herzen gut tun. image.originalResource.properties.copyright

Bis zu 100 Gramm Schokolade pro Tag – richtig gelesen: das ist eine Tafel Schokolade – stand mit weniger Herzkrankheiten und einem geringeren Schlaganfallrisiko in Zusammenhang, berichten britische Forscher online im Fachblatt Heart. Auch wenn 100 Gramm deutlich zu den Spitzenwerten zählte, lag der Durchschnitt bei Schokolade essenden Studienteilnehmern bei immerhin sieben Gramm pro Tag, also etwa einer halben Tafel pro Woche. Wer mehr Schokolade aß, hatte ein um elf Prozent niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein um 25 Prozent niedrigeres Risiko, daran zu sterben. Diejenigen, die am meisten Schokolade gegessen hatten, hatten zudem ein um 23 Prozent geringeres Schlaganfallrisiko, so die Forscher. Darüber hinaus fanden sie einen positiven Zusammenhang zu Entzündungsmarkern im Blut. Diese lagen bei Vielessern um 18 Prozent niedriger als bei Schokoladen-Abstinenz.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie gehandelt habe, lasse sich natürlich noch keine endgültige Aussage über Ursache und Wirkung machen, betonen die Forscher. Ihre Arbeit deute jedoch darauf hin, dass es aus Sicht der Herzgesundheit unter Umständen nicht notwendig ist, auf Schokolade zu verzichten, so ihr Fazit. Dies gilt offenbar nicht nur für dunkle Schokolade, sondern auch für Milchschokolade, die von den Studienteilnehmern bevorzugt worden war. Die Wissenschaftler nehmen an, dass der positive Effekt nicht nur den in dunkler Schokolade enthaltenen Pflanzenstoffen zuzuschreiben ist, die beispielsweise die körpereigenen Abwehrmechanismen fördern. Auch andere Inhaltsstoffe, zum Beispiel die Bestandteile von Milch, könnten hierfür eine Rolle spielen. Die Wissenschaftler hatten Daten von fast 21.000 Briten über einen Zeitraum von zwölf Jahren ausgewertet.

HH