Spazieren gehen verlängert das Leben

06.10.2015

Wer eine Stunde Gehen gegen eine Stunde Sitzen eintauscht, macht einer neuen Studie zufolge ein gutes Geschäft, denn der Tausch wirkt lebensverlängernd. Zu diesem Schluss kommen Forscher, die analysierten, wie sich der Tausch von Aktivitäten auf die Lebenserwartung auswirkt.
Bewegung verlängert das Leben - dabei muss es sich nicht um Ausdauersport handeln. image.originalResource.properties.copyright

Wurde eine Stunde im Sitzen gegen eine Stunde Gehen oder eine andere körperliche Aktivität eingetauscht, reduzierte das die Wahrscheinlichkeit im Studienzeitraum von etwa vier Jahren zu versterben um zwölf bis 14 Prozent. Das berichtet ein Team internationaler Forscher im Fachblatt International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. Selbst der Tausch von einer Stunde Sitzen gegen die gleiche Zeit im Stehen wirkte sich positiv mit einer um fünf Prozent verringerten Sterblichkeit. Im Gegensatz dazu erhöhte sich die Gefahr in den vier Jahren zu sterben, um 13 bis 17 Prozent, wenn eine Stunde körperlicher Aktivität durch eine Stunde Sitzen ersetzt wurde. Und: Eine Stunde Schlaf im Tausch gegen Sitzen hatte bei all jenen einen positiven Einfluss, die sonst zu wenig Zeit mit Schlafen verbrachten. Dies geht aus statistischen Berechnungen mit Daten von über 200.000 Australiern hervor, die 45 Jahre und älter waren.

Da uns nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung stehen, müsse man die Zeit weise nutzen, so die Forscher. Doch der Durchschnittsmensch verbringe zwei bis drei Stunden pro Tag vor dem Fernseher. Aber: „Je mehr Bewegung desto besser, selbst wenn die Bewegung nur nebenbei oder mit leichter Intensität ausgeführt wird“, sagt Studienleiter Professor Emmanuel Stamatakis. Es müsse sich dabei nicht um Sport handeln, sondern könne auch etwas Einfaches sein, wie mit den Kindern im Hof Ball zu spielen, einen Spaziergang durch die Nachbarschaft zu machen oder täglich eine halbe Stunde zusätzlich mit dem Hund zu gehen.

HH