Schnelle Hilfe bei Prellungen und Verstauchungen

02.11.2015

Verletzungen des Fuß- oder Sprunggelenks rangieren bei Sportverletzungen ganz weit vorn. Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sind die Folge. Freizeitsportler können solche Blessuren im ersten Schritt gut selbst behandeln. Wie das am besten klappt, lesen Sie hier.
Beim Sport oder Wandern ist es schnell passiert: Stumpfe Verletzungen wie eine Prellung oder Verstauchung können Sie gut selbst behandeln. image.originalResource.properties.copyright

Die sogenannte PECH-Strategie hilft, Prellungen oder Verstauchungen selbst zu behandeln. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Andreas Hott, Apotheker und Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz: „PECH steht als Eselsbrücke für die vier Maßnahmen, die bei Verstauchungen, Prellungen und auch bei Zerrungen helfen können.“ P wie Pause machen: nach der Verletzung mindestens 20 Minuten ruhen. E wie Eis: die betroffene Stelle mit einem Eisbeutel oder Eisspray kühlen. Dabei drauf achten, dass die Stelle nicht zu kalt wird. C wie Compression – das Gelenk mit einem Verband plus einer schmerzstillenden Salbe verbinden. So können die Schwellung oder Blutergüsse in Zaum gehalten werden. Und zuletzt das H wie Hochlagern: das verletzte Gelenk am besten auf Kissen, auf eine Kiste oder in der Natur auf eine Bank oder einen Stein auflegen.

Bei den schmerzstillenden Salben ist die Auswahl groß. Neben den Produkten auf Pflanzenbasis, meist mit Arnikaextrakten, gibt es noch Produkte mit Schmerzmitteln, wie zum Beispiel dem Wirkstoff <link http: www.aponet.de wissen arzneimitteldatenbank suchergebnis diclofenac.html>Diclofenac. „Das wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Alle Salben oder Gele sollten vorsichtig auf die Schwellung aufgetragen werden. Ein leichter Druckverband darüber verhindert, dass die Schwellung weiter wächst und dass sich Blutergüsse stark ausdehnen“, erklärt Hott. Bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist Wärme direkt nach der Verletzung nicht zu empfehlen: „Wärmende Sportsalben können frühestens nach 48 Stunden eingesetzt werden“, rät der Apotheker. Denn die durchblutungsfördernde Wirkung solcher Salben ist direkt nach dem Unfall kontraproduktiv. „Das würde Blutergüsse nur wachsen lassen und auch bei Entzündungen ist Wärme nicht gut. Wir wollen ja genau das Gegenteil: Die Gefäße sollen sich bei Prellungen oder Verstauchungen zusammenziehen und verengen. Darum sollten Entzündungen gekühlt werden.“

LAV RP/NK