Zerrung/Prellung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  31.03.2026 00:00 Uhr

Muskelzerrungen und Prellungen sind häufige Sportverletzungen. Eine Muskelzerrung entsteht durch eine Überdehnung eines Muskels, wodurch es zu Schmerzen bei Bewegung kommt. Eine Prellung wird durch eine äussere stumpfe Gewalteinwirkung verursacht und führt zu Schmerzen, Schwellung und oft einem Bluterguss. Beide Verletzungen entstehen meist durch sportliche Belastung oder Unfälle und heilen in der Regel bei Schonung ohne bleibende Schäden aus.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Muskelzerrungen und Prellungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Eine Muskelzerrung entsteht, wenn ein Muskel überdehnt wird, etwa bei unnatürlichen Bewegungen oder abruptem Abbremsen. Dabei entstehen kleinste Verletzungen in den Muskeln. Muskelzerrungen treten besonders häufig in stark beanspruchten Muskelgruppen auf, vor allem an den Beinen wie Oberschenkel und Wade.
Eine Prellung entsteht durch eine äussere stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch einen Stoss, Tritt oder Sturz. Dabei wird das Gewebe unter der Haut zusammengedrückt und kleine Blutgefässe werden verletzt, sodass ein Bluterguss entstehen kann. Prellungen kommen häufig an Körperstellen vor, die im Sport besonders gefährdet sind, etwa an Oberschenkel, Knie, Schulter oder auch am Kopf bei Stürzen oder Zusammenstössen.

Symptome / Verlauf

Eine Muskelzerrung macht sich durch Schmerzen im Muskel bemerkbar, die bei Bewegung stärker werden. Die Schmerzen nehmen bei Belastung oder Druck zu, es kommt aber zu keiner sichtbaren Schwellung.
Bei einer Prellung treten die Schmerzen in der Regel direkt nach der Einwirkung auf. Häufig kommt es zu einer Schwellung und einem Bluterguss, der sich im Verlauf verfärbt. Die betroffene Stelle ist druckempfindlich und die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein.
Der Verlauf ist bei beiden Verletzungen meist günstig. Die Beschwerden gehen in der Regel nach einiger Zeit wieder ab, wenn die betroffene Stelle ausreichend geschont wird.

Folgen / Komplikationen

Muskelzerrungen und Prellungen heilen in den meisten Fällen ohne bleibende Schäden aus. Wenn die betroffene Stelle jedoch zu früh wieder belastet wird, kann sich die Heilung verzögern oder die Beschwerden können sich verschlimmern. Bei Prellungen ist besondere Vorsicht geboten, wenn empfindliche Körperbereiche betroffen sind, zum Beispiel der Kopf. Klingen die Beschwerden nicht schnell von selbst ab, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.

Ursachen / Risikofaktoren

Muskelzerrungen entstehen häufig durch Überlastung oder plötzliche, ungewohnte Bewegungen, etwa beim Sprinten oder schnellen Richtungswechseln. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Muskulatur nicht ausreichend aufgewärmt ist oder bereits ermüdet ist.
Prellungen werden durch äussere Einwirkungen verursacht, zum Beispiel durch Stösse, Zusammenstösse mit anderen Personen oder Stürze. Besonders häufig treten sie bei Kontaktsportarten auf.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Ein Arzt kann bei Bedarf Untersuchungen durchführen, um schwerere Verletzungen auszuschliessen. Schmerztabletten, schmerzlindernde Salben können vor allem bei Prellungen die Symptome lindern.
Das kann man selbst tun: Unmittelbar nach einer Prellung oder einer Muskelzerrung ist es wichtig, die betroffene Stelle zu schonen und zu kühlen. Bewährt hat sich die sogenannte PECH-Regel: Pause, Eis, Kompression und Hochlagern. Diese Massnahmen können helfen, Schmerzen zu lindern und eine stärkere Schwellung zu verhindern. Man sollte bis zum Abklingen der Beschwerden die Körperregion nicht zu stark belasten.

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Frauengesundheit

Im Fokus diesmal: Sonnenbrillen mit UV-Schutz, mögliche Ursachen für Hüftschmerzen sowie die Frage,…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben