Beim Spülen der Toilette entstehen Aerosole, die Bakterien enthalten können. Eine Forschungsgruppe aus China hat die Belastung der Luft mit zwei Krankheitserregern gemessen und festgestellt, dass sie gängige Grenzwerte überschreitet. Durch eine gute Belüftung lässt sich dies aber in den Griff bekommen.

In zwei Toilettenräumen in einem Bürogebäude wurde die Menge der beiden Bakterien Escherichia coli und Staphylococcus aureus nach dem Spülen gemessen. Es stellte sich heraus, dass sie Werte erreichten, die über den von US-Behörden festgelegten Grenzwerten lagen.
Im Vergleich zur Spülung einer leeren Toilette stieg die Verunreinigung der Luft mit diesen Bakterien nach dem Herunterspülen von Fäkalien um bis zu 43 Prozent an. Bei der in China verbreiteten Hock-Toilette war die Verunreinigung der Luft um bis zu 62 Prozent höher als bei einer Sitz-Toilette.
Beim Einatmen solch biologisch verunreinigter Aerosole kann es zu Erkrankungen mit Symptomen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen kommen. Eine gute Belüftung kann dieses Risiko deutlich senken: Die Forschenden fanden heraus, dass ein Abluftventilator das Risiko auf ein Zehntel reduzierte.
„Unsere Ergebnisse verdeutlichen die Gesundheitsrisiken, die durch die Belastung mit Bioaerosolen in öffentlichen Waschräumen entstehen“, sagte Wajid Ali, Doktorand an der China University of Geosciences. „Die Verbesserung von Belüftungssystemen durch effiziente Abluftventilatoren und optimale Luftaustauschraten kann die Bioaerosolkonzentrationen und Belastungsrisiken wirksam reduzieren.“
Quelle: DOI 10.1111/risa.70000
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