Augentropfen aus der Apotheke helfen gegen ein trockenes Auge. Geeignete Präparate gibt es in der Apotheke.
Dr. Eckert: Der Tränenfilm des Auges ist ein komplexes System aus einer Schleimschicht, einer wässrigen und einer fetthaltigen Schicht. Zu Störungen kann es an verschiedenen Stellen kommen. Wichtigstes Diagnosewerkzeug ist der routinierte Blick des erfahrenen Augenarztes. Ein Trockenes Auge zeigt häufig die typischen Entzündungszeichen wie Rötung und Reizung. Aber auch schaumige Bläschen an der Lidkante können ein Hinweis sein. Ein Trockenes Auge kann aber auch tränen. Ich vergleiche das Auge und die Tränenflüssigkeit dann gern mit einem Auto. Es braucht Benzin zum fahren, aber auch Öl, damit der Motor läuft. Das Gleiche gilt für die Tränen, die fette und wässrige Anteile benötigen.
Dr. Eckert: In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit wässrigen Augentropfen erfolgreich. Wichtig ist, dass sie dauerhaft erfolgt. Wichtig ist auch, stets direkt vor dem Schlafengehen und gleich nach dem Aufstehen zu tropfen. So verhindert man das Austrocknen der Schleimhäute am effektivsten. Die Bildung der körpereigenen Tränenflüssigkeit stört man damit nicht. Vor allem wer häufiger tropfen muss, sollte Augentropfen ohne Konservierungsmittel verwenden. Substanzen wie Hyaluronsäure oder Carbomer erhöhen die Haftzeit am Auge und damit die Wirkdauer.
Dr. Eckert: Gehen die Entzündungszeichen nicht zurück, kann man die Behandlung durch fetthaltige Augentropfen, zum Beispiel mit Phospholipiden, ergänzen. Von einem sollte man besser die Finger lassen: Augentropfen mit sogenannten "Weißmachern". Sie sind beliebt, denn sie nehmen die Rötung, aber bei regelmäßigem Gebrauch trocknen sie die Augen noch mehr aus.
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