Persönliche Kontakte sind besonders wichtig, um Einsamkeit bei älteren Erwachsenen zu bekämpfen: Kontaktmöglichkeiten wie Telefonieren, E-Mail oder SMS sind gegen Einsamkeit nicht so effektiv wie persönliche Treffen, zeigt eine wissenschaftliche Arbeit.

Die Studie begleitete mehr als 300 Menschen ab 65 Jahren und befragte sie tagsüber alle drei Stunden nach Einsamkeit und sozialen Kontakten. Dabei war zu beobachten, dass die Teilnehmenden eher Kontakt zu engen Freunden und ihrer Familie suchten, wenn sie sich einsam fühlten. Telefonate und andere Formen des digitalen Kontaktes ersetzten persönliche Treffen nicht, denn sie halfen deutlich besser gegen Einsamkeit – selbst mit Menschen, zu denen nur eine schwache Bindung bestand. Das schreiben die Forschenden in dem Fachblatt „Journals of Gerontology“.
„Ältere Menschen greifen eher zum Telefon, wenn sie sich einsam fühlen. Doch persönliche Besuche waren die einzige Art von Kontakt, die Einsamkeit tatsächlich verringerte. Telefonische und digitale Kontakte bieten älteren Erwachsenen nicht die gleiche emotionale Nähe und Geborgenheit wie persönliche Treffen. Sie sind einfach kein Ersatz“, folgerte Dr. Shiyang Zhang von der Universität Texas aus den Ergebnissen.
Seit langem ist bekannt, dass regelmäßige soziale Kontakte wichtig für das geistige und körperliche Wohlbefinden sind und zu einer längeren Lebensdauer im Alter beitragen. Im Gegensatz dazu begünstigt Einsamkeit Herzkrankheiten und geistigen Verfall.
Quelle: DOI 10.1093/geronb/gbae115
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