Einsame Teenager: 5 Tipps, wie Eltern und Lehrkräfte helfen können

Hanke Huber  |  09.03.2026 13:13 Uhr

Viele Teenies stecken in einem Teufelskreis der Einsamkeit fest. So können Eltern und Lehrkräfte einsamen Jugendlichen helfen.

Frau spricht mit traurigem Teenager
Einsamer Teenager? Wir haben fünf Tipps für Sie.
© fizkes/iStockphoto

Obwohl sie täglich von Gleichaltrigen umgeben sind, fühlen viele Jugendliche sich einsam. Wie die Einsamkeit zum Teufelskreis wird und wie man einsamen Teenagern helfen kann, erklären australische Wissenschaftler. 

In ihrer Studie fanden die Forschenden um Psychologin Hellen Hall von der University of the Sunshine Coast einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit bei Jugendlichen und der Angst vor Bewertung durch Gleichaltrige. Für die Untersuchung hatten die Wissenschaftler mehr als 170 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren aus vier Schulen im Bundesstaat Queensland befragt. Sie wollten herausfinden, warum sich manche Teenager einsam fühlen, obwohl Gleichaltrige um sie herum sind. 

Angst vor Bewertung führt in den Teufelskreis 

Demnach versuchen viele einsame Teenager „unter dem Radar“ zu fliegen, um nicht von anderen bewertet zu werden und Kritik oder Peinlichkeiten zu vermeiden. Laut Hall entsteht so ein Teufelskreis: Wer Kontakte meidet, entwickelt weniger Vertrauen und hat weniger Übung im Umgang mit Freundschaften. Das verstärkt das Gefühl von Einsamkeit, was zu weiterem sozialen Rückzug führt.

Eltern und Lehrkräfte können Jugendlichen dabei helfen, sicher und möglichst stressfrei mit Gleichaltrigen Kontakte aufzubauen, so Hall. Am besten im direkten persönlichen Austausch und nicht über Social Media. 

Fünf Tipps  für Eltern und Lehrkräfte, um einsamen Teenagern zu helfen 

  1. Fokus auf Vertrauen legen: Überlegen Sie mit dem Jugendlichen, mit welchem Gleichaltrigen er oder sie sich am wohlsten fühlt und mit welchem Erwachsenen er oder sie gut reden kann. Dann kann man gemeinsam überlegen, wie sich diese Beziehungen stärken lassen.
  2. In Kontakt kommen: Freundschaften leben von Geben und Nehmen. Entwickeln Sie kleine Skripte, um einfache soziale Situationen zu üben. Zum Beispiel jemanden zu fragen, ob man sich dazusetzen darf, oder wie man sich nach dem Befinden erkundigt.
  3. Kleine Schritte wagen: Ermutigen Sie Teenager zu sozialen Interaktionen. Was könnte in dieser Woche ein kleiner Schritt sein, um mit anderen in Kontakt zu kommen? Wo könnte man ein Gespräch beginnen oder sich einer Gruppenaktivität anschließen?
  4. Raten Sie zur Selbstfürsorge: Erklären Sie, dass ausreichend Schlaf, Bewegung und regelmäßige Pausen wichtig sind, um die emotionale Belastbarkeit zu stärken.
  5. Sorgen auf Papier bannen: Ein kurzer „Gedanken-Download“ kann für Teenager hilfreich sein, um Sorgen loszuwerden. Dafür sollten sie sich zehn Minuten Zeit nehmen und die Sorgen aufschreiben und im Anschluss eine kleine „Reset-Routine“ durchführen etwa Musik hören, duschen oder sich strecken. 

Quelle: DOI 10.1007/s10566-026-09923-6

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Gesellschaft

Im Fokus diesmal: Brustkrebs-Neuerkrankungen auf dem Vormarsch, neue FSME-Risikogebiete in…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben