Baby & Familie

Teenies: Enge Freundschaften halten gesund

02.09.2015

Gute Freunde zu haben, ist gerade für Teenager besonders wichtig. Dass solche Freundschaften auch die spätere Gesundheit beeinflussen, haben US-Psychologen jetzt nachgewiesen. Auch die Neigung vieler Teenies, sich den anderen Gleichaltrigen anzupassen, hat in dieser Hinsicht offenbar Vorteile.

Enge Freundschaften wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.
Gute Freundschaften sind nicht nur Balsam für die Seele - sie wirken sich auch positiv auf die spätere Gesundheit aus.
© ehrenberg-bilder - Fotolia

Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Psychological Science berichten, ließ sich anhand der Qualität enger Freundschaften im Jugendalter vorhersagen, wie es später um die körperliche Gesundheit junger Erwachsener bestellt war. Die Gesundheit scheint demnach davon zu profitieren, dass sich durch gute Freunde in der Jugend das spätere Risiko für Ängste oder Depressionen verringert, vermuten die Forscher. Darüber hinaus zeigte sich, dass Bemühungen, sich den Normen unter Gleichaltrigen anzupassen, mit einer besseren Gesundheit im Erwachsenenalter einhergingen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es langfristige Auswirkungen auf die spätere Gesundheit haben kann, ob man sich als Teenager in eine Gruppe integriert oder im Gegenzug von anderen separiert, sagt der Psychologe Joseph P. Allen von der University of Virginia.

Viele Jugendliche seien intensiv damit beschäftigt, Freundschaften zu knüpfen und zu erhalten. Dies könnte damit zu tun haben, dass sie instinktiv wissen, wie Beziehungen mit dem Wohlbefinden zusammenhängen, so die Forscher. „Beziehungen zu Gleichaltrigen gehören zu den intensivsten emotionalen Erfahrungen in der Jugend und viele passen sich den dort geltenden Normen an, selbst wenn dies deutliche Kosten für den Einzelnen mit sich bringt“, sagt Allen. Obwohl Eigenständigkeit ein wichtiger Wert der modernen westlichen Gesellschaft sei, könne im Laufe der menschlichen Evolution eine Verbindung zu Stressreaktionen entstanden sein, weil eine Trennung von der Gruppe früher eine ernsthafte Gefahr für den Einzelnen bedeutet habe, vermuten die Forscher.

HH

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