Hormone steuern Stimmung, Schlaf und Energie. Störungen machen sich mitunter deutlich bemerkbar. Wie man dagegen vorgeht, hören Sie in diesem Podcast.
Hormone steuern Stimmung, Schlaf und Energie. Störungen machen sich mitunter deutlich bemerkbar. Wie man dagegen vorgeht, hören Sie in diesem Podcast.
Hormone sind chemische Botenstoffe, die nahezu alle Prozesse im Körper beeinflussen. Apotheker und aponet.de-Chefredakteur Rüdiger Freund erklärt im Gespräch mit Host Ulli Harraß: Sie regulieren unter anderem Stoffwechsel, Wachstum, Wasserhaushalt und Fortpflanzung. Ein bekanntes Beispiel ist Insulin, das den Blutzucker nach dem Essen kontrolliert.
Östrogen, Progesteron und Testosteron haben großen Einfluss auf Wohlbefinden und Verhalten. In der Pubertät sorgen sie für körperliche und emotionale Veränderungen. Bei Frauen führen sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren oft zu Beschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Männer erleben mit zunehmendem Alter einen Rückgang des Testosterons, was sich ebenfalls bemerkbar machen kann.
Bei Stress schüttet der Körper Cortisol und Adrenalin aus. Kurzfristig helfen sie, leistungsfähig zu bleiben. Dauerstress kann jedoch zu Schlafproblemen, Reizbarkeit und psychischer Belastung führen. Serotonin hingegen wirkt als „Glückshormon“ und beeinflusst Stimmung, Appetit und Schlaf. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist entscheidend für die mentale Gesundheit.
Die Schilddrüse steuert den Energiestoffwechsel. Eine Unterfunktion kann Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kälteempfinden auslösen. Eine Überfunktion zeigt sich eher durch Nervosität, Herzklopfen und innere Unruhe. Da die Symptome unspezifisch sind, bringt oft erst eine Blutuntersuchung Klarheit.
Frauen erleben durch den Monatszyklus regelmäßige Hormonschwankungen, die auch die Stimmung beeinflussen können. Männer haben meist stabilere Hormonspiegel, reagieren aber auf Stress häufig mit Rückzug oder Gereiztheit. Studien zeigen: Frauen reagieren sensibler auf hormonelle Veränderungen.
Zu wenig Schlaf senkt das Schlafhormon Melatonin und erhöht gleichzeitig Cortisol. Das kann Heißhunger, emotionale Instabilität und Dauerstress fördern. Chronischer Stress verstärkt diese Effekte und kann langfristig zu Schlafstörungen, Gewichtszunahme und depressiven Verstimmungen führen.
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