Schlaf, Vitamine, Bewegung oder Heilpflanzen: Apotheker Rüdiger Freund erklärt im Podcast, was unsere Abwehr tatsächlich unterstützt.
Schlaf, Vitamine, Bewegung oder Heilpflanzen: Apotheker Rüdiger Freund erklärt im Podcast, was unsere Abwehr tatsächlich unterstützt.
Ein starkes Immunsystem entsteht nicht über Nacht. Ernährung, Schlaf, Bewegung und Stress beeinflussen die körpereigene Abwehr langfristig. Im Podcast erklärt Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, welche Faktoren besonders wichtig sind und was Vitamine und Heilpflanzen leisten können.
Schlafmangel, chronischer Stress, wenig Bewegung und eine unausgewogene Ernährung können die Abwehrkräfte schwächen. Auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen sowie einige Krankheiten und Medikamente spielen eine Rolle. Freund betont besonders Schlaf und Bewegung: Wer dauerhaft zu wenig schläft oder sich kaum bewegt, beeinträchtigt damit seine Immunabwehr.
Vitamin C schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Zink und Selen sind unter anderem für die Bildung und Funktion von Abwehrzellen wichtig. Studien deuten zudem darauf hin, dass Zink bei Atemwegsinfekten Beschwerden lindern und die Krankheitsdauer verkürzen kann. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse bildet die Grundlage für eine gute Versorgung.
Vitamin D bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht in der Haut. Gerade im Winter kann die Versorgung schlechter werden. Bei älteren Menschen besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen Mangel. Rüdiger Freund rät, bei Unsicherheit den Vitamin-D-Spiegel ärztlich bestimmen zu lassen, bevor gezielt ergänzt wird.
Auch Heilpflanzen können die Abwehr unterstützen. Ingwer besitzt antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Echinacea, auch Purpur-Sonnenhut genannt, kommt vor allem zu Beginn einer Erkältung infrage. Ginseng und Taigawurzel werden unter anderem bei Erschöpfung eingesetzt.
Ein kurzfristiger „Immunboost“ lässt sich nicht erzwingen. Entscheidend sind ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und weniger Dauerstress. Gute Händehygiene senkt zusätzlich das Risiko, Krankheitserreger über Hände und Gesicht aufzunehmen.
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